Umbau mit Brandschutz-Sanierung eines 13-geschossigen Hochhauses in der Bleicherstraße in Kempten

    Adresse:

    Bleicherstrasse
    87437 Kempten

    Auftraggeber:

    WEG Bleicherstraße 33/35,
    vertreten durch BSG Allgäu

    Beauftragte Leistung:

    LPH 3, 5-8 HOAI

    Projektzeiten:

    Planung: ab 12/2012
    Bauzeit:
    1. BA ab 09/2014
    2. BA ab 04/2015

    Projektbeteiligte:

    Brandschutz-Konzept:
    Ingenieurbüro Anwander, Sulzberg

    Elektroplanung:
    Ingenieurbüro Gutmann, Kempten

    Tragwerksplanung:
    Hartmann + Walter, Kempten

    HLS-Planung:
    Ingenieurbüro Hirdina, Betzigau

    Das Ende der 70er Jahre errichtete 12-geschossige Hochhaus mit gewerblicher Nutzung durch ein Fitnessstudio und Wohnnutzung wird in zwei Bauabschnitten entsprechend dem von Ingenieurbüro Anwander ausgearbeiteten Brandschutzkonzept brandschutztechnisch saniert.

    Wesentliche hiermit verbundene Eingriffe sind der Einbau einer flächendeckenden Brandmeldeanlage, Ertüchtigung der Sicherheitsnotstrombeleuchtung und der Einbau einer Rauchverdrängungs-Anlage (RVA). Das Haupttreppenhaus wird durch den Einbau der RVA und weiterer baulicher Verbesserungen, wie dem Austausch von Schleusentüren, nahezu zum Sicherheitstreppenraum ertüchtigt.

    Rauchverdrängungs-Anlagen sind sicherheitsrelevante Anlagen zur Rauchfreihaltung von Rettungswegen im Brandfall.

    Funktionsweise einer RVA: 

    • Auslösung des Brandalarms über Rauchmelder oder Feuertaster.
    • Der Ventilator der RVA läuft automatisch an und gleichzeitig fährt die Abströmöffnung an oberster Stelle des Rettungsweges in ihre, durch die Drucksteuerung bestimmte Stellung, so dass alle dem Rettungsweg angrenzenden Türen weiterhin geöffnet werden können.
    • Der Ventilator saugt Frischluft an, stellt einen Überdruck her und senkt die Temperatur im Rettungsweg.
    • Die Drucksteuerung mit Abströmöffnung ermöglicht die Beseitigung evtl. eingedrungenen Rauches und verhindert gleichzeitig weiteres Eindringen von Rauch in die Rettungswege aus dem Brandraum.
    • Die Rettungswege bleiben rauchfrei und damit allzeit begehbar. Eine gefahrlose Evakuierung der Nutzer über einen rauchfreien Rettungsweg ist gewährleistet und ein schneller Löschangriff der Feuerwehr ermöglicht.