Adresse:
Dr.-Enzinger-Straße 5
87629 Füssen
Auftraggeber:
Landkreis Ostallgäu
Wettbewerb:
Zuschlag nach VgV-Verfahren, 1. Rang
in ARGE mit Jakob Architekt Beratender ingenieur PartGmbB, Krumbach
Beauftragte Leistung:
LPH 1-9 HOAI, in ARGE mit Jakob Architekt Beratender ingenieur PartGmbB, Krumbach
Projektzeiten:
Machbarkeitsstudie: 02/2022-12/2022
Planung: ab 04/2024
Baubeginn: 06/2026
Projektgröße:
BGF 11.404 m2
Energiestandard:
Sanierung: KfW-Effizienzhaus 55
Erweiterung: KfW-Effizienzhaus 40
Projektbeteiligte:
Landschaftsarchitekt:
kübertlandschaftsarchitektur, München
Tragwerksplanung:
Dr. Schütz Ingenieure Beratende Ingenieure im Bauwesen GmbH, Kempten
HLS-Planung:
Ingenieurbüro Markus Mayr, Peissenberg
Elektro-Planung:
Körbl + Feneberg GmbH, Füssen
Bauphysik:
Haug & Partner Beratende Ingenieure mbB, Wertach
Brandschutzplanung:
Anwander GmbH & Co KG Brandschutz, Sulzberg
Ausgangslage
Das Gymnasium Füssen wurde ab dem Jahr 1981 errichtet und liegt zentral im Stadtgebiet. Es zeichnet sich durch eine windmühlenartige Gebäudestruktur mit markanter Pultdachlandschaft aus. Über eine zentrale Aula sind die verschiedenen Gebäudeflügel, die Sporthalle sowie der Mensabereich angebunden. Aufgrund gestiegener Schülerzahlen besteht ein erhebliches Raumdefizit. Insgesamt fehlen derzeit Klassenräume sowie zusätzliche Fachräume für Physik, Chemie, Kunst und Werken. Auch der Platzbedarf für Verwaltung, Lehrkräfte und pädagogisches Personal wächst stetig.
Sanierungskonzept
Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, ist eine umfassende Erweiterung und Sanierung des Schulgebäudes geplant. Das Herzstück der Maßnahme bildet die Aufstockung des Gebäudes um ein zweites Obergeschoss. Die bestehende Gebäudestruktur wird dabei konsequent fortgeführt. In der Aufstockung entstehen neue Klassenräume, Mehrzweck- und Ausweichräume sowie ergänzende Nebenflächen. Der gesamte Bestand wird technisch und energetisch saniert – unter anderem mit einer neuen Heizungsanlage, modernisierter Gebäudetechnik sowie der Ertüchtigung der Gebäudehülle nach KfW-55-Standard. Die Aufstockung erfolgt im KfW-40-Standard.
Raumkonzept
Die Planung setzt bewusst auf Bestandserhalt und Nachverdichtung. Die Aufstockung bietet Platz für moderne Klassenräume, Gruppenräume, einen EDV-Raum sowie einen teilbaren Mehrzweckraum. Neben der Modernisierung optimieren Umstrukturierungen und die Neuorganisation von Raumflächen im Bestand den alltäglichen Schulbetrieb.
Umsetzung bei laufendem Schulbetrieb
Die Umsetzung erfolgt in mehreren Bauabschnitten bei laufendem Betrieb. Neben der Errichtung von Provisorien, können auch neu geschaffene Flächen bereits als Ausweichräume genutzt werden. Ziel ist es, die baulichen und funktionalen Voraussetzungen für einen zukunftssicheren Schulbetrieb zu schaffen – mit modernen Lernräumen, optimierten Abläufen und einem hohen energetischen Standard.