Neubau Wohnhaus E58 in Wiggensbach, ein aus heimischem Holz errichteter Holzständerbau für eine junge Familie
    Bild zum Projekt Wohnhaus E58, Wiggensbach
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    Adresse:

    Wiggensbach
    (privat)

    Auftraggeber:

    privat

    Architekturpreise:

    Holzbaupreis Allgäu 2005
    - Preisträger
    Baupreis Allgäu 2009: ausgewähltes Projekt

    Beauftragte Leistung:

    LPH 1-8 HOAI

    Projektzeiten:

    Planung: ab 08/2003
    Bauzeit: 03/2004 - 12/2004

    Projektgröße:

    BRI: 1.233 m3
    BGF: 413 m2
    Wohnfläche: 211 m2

    Projektbeteiligte:

    Tragwerksplanung:
    Herz & Lang GmbH, Weitnau

    Fotografie:
    Rainer Retzlaff, Niedersonthofen
    F64 Architekten

    Leitidee und Gebäudekonzept

    Das Baugrundstück befindet sich in süd-östlicher Ortsrandlage von Wiggensbach. Entgegen den Vorgaben (Traufhöhe 3,60 m) im Bebauungsplan konnte die Genehmigungsbehörde davon überzeugt werden, dass durch geschickte Einfügung in die Topografie eine höhere städtebauliche und funktionale Qualität entsteht:
    Unter Wahrung der Maßstäblichkeit im Quartier sind zwei Vollgeschosse möglich. Dadurch entsteht ein ruhiger Baukörper ohne Gaupen. Die selbstverständliche Erschließung und die Wohnebene mit ebenerdiger Terrasse befinden sich auf gleichem Niveau.

     

    Materialität

    Die Formensprache des Gebäudes bezieht sich auf die regionale Holzbautradition. Durch die präzise, eigenständige Ausformulierung der Dachränder, durch die großzügigen Fenster und durch die genau gefügten Gebäudeausschnitte entsteht ein skulptural gegliederter Baukörper mit gestalterisch unaufdringlicher Gesamterscheinung und hoher Eleganz.

     

    Innere Organisation

    Den freiräumlichen Bedingungen des Grundstücks folgend orientieren sich alle Aufenthaltsräume nach Süd-Osten zur Gartenseite. Ein überdachter und farbig akzentuierter Eingangsbereich erschließt im Erdgeschoss den Wohnbereich und das Gastzimmer. Über eine Schleuse ist die Garage direkt angebunden. Das Obergeschoss bietet vier gleich dimensionierte (und damit variable) Individualräume.

     

    Konstruktion

    Über der massiv ausgebildeten Unterkellerung steht ein konventioneller aus heimischem Holz errichteter Holzständerbau, bei dem vor allem auf die technisch optimierte Detailausbildung und einen konstruktiven Holzschutz geachtet wurden. Baubiologisch unbedenkliche Materialien, die hochwärmegedämmte Gebäudehülle und die ausschließlich CO²-neutrale Beheizung (Scheitholzkessel + Solarnutzung) ergeben ein einfaches und effizientes Ökologie- und Energiekonzept.

     

    Urteil der Jury Holzbaupreis 2005

    "Die einfache Formensprache bezieht sich auf die regionale Holzbautradition. Die Detaillierung der Dachüberstände und des Eingangsbereiches weisen es dennoch als zeitgemäßes Gebäude aus. Hinsichtlich regionaler Wertschöpfung und Energiekonzept ist das Gebäude vorbildlich."

     

    Veröffentlichungen

    Friedrich Grimm, Die besten Einfamilienhäuser aus Holz, Callwey, 2007

    architekturforum kempten, P001-P058 Architektur im Allgäu 1990-2005, Kunstverlag Josef Fink, 2006

    Architekturforum Kempten, Baupreis Allgäu 2009, Die Projekte, Kempten, 2009