Neubau des Einfamilien-Wohnhauses B20 in Nesselwang
    Bild zum Projekt Wohnhaus B20, Nesselwang
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    Adresse:

    Nesselwang
    (privat)

    Auftraggeber:

    privat

    Beauftragte Leistung:

    LPH 1-8 HOAI

    Projektzeiten:

    Bauzeit: 05/2011-12/2012

    Projektgröße:

    BRI: 885 m3
    BGF: 219 m2
    Wohnfläche: 142 m2

    Energiestandard:

    Energieeffizienzhaus 70

    Projektbeteiligte:

    Tragwerksplanung und Energiekonzept:
    Ingenieurbüro Herbert Haug, Wertach

    Fotos:
    Rainer Retzlaff Photographie

    Leitidee und Städtebauliche Einbindung

    Das Baugrundstück liegt im neu erschlossenen Baugebiet „äußerer Markt“ in Nesselwang. Der Bebauungsplan sieht eine sehr dichte Einfamilienhausbebauung auf einem nach Süden ansteigenden Hang vor. Anders als im Bebauungsplan vorgesehen, entwickelt sich ein längs orientierter Baukörper mit  einem kompakt angeschlossenen Nebengebäude direkt an der nördliche Grundstücksgrenze. Somit entstand im Süden eine großzügige zusammenhängende Freifläche mit Garten und einer vor Einblicken und Wind geschützten Terrasse.


    Gebäudekonzept

    Das Gebäude ist sanft in das von Norden nach Süden rund 1,50m ansteigende Gelände eingebettet. Da der Höhenunterschied innerhalb des Gebäudes und über die im Süden vor gelagerte Freifläche aufgenommen wird, entsteht ein Zugangsniveau von dem aus das Haus, die Stellplätze und die Garage ebenerdig von der Straße aus erschlossen sind. Das Wohn- und Gartenniveau wird über im Gebäude eine Garderobentreppe mit vier Steigungen erreicht.

    In einer offenen Raumfolge verbinden sich der eher introvertierte Wohnraum im Süd-Osten über den Koch- und Essraum im Südwesten mit der geschützten Terrasse im Süd-Westen. Ein im Erdgeschoss umlaufendes Oberlichtband versorgt Garderobe und die im Norden angelagerten Funktionsräumen mit Tageslicht, während der Wohnbereich von der großzügigen Glasfassade im Süden profitiert.

    Im Obergeschoss sind die Schlafzimmer, Büro und Bad von einem zentralen Flur aus erschlossen und über großflächige Lochfenster belichtet.

      

    Materialisierung

    Das Gebäude ist als Holzrahmenkonstruktion mit vorgehängter, hinterlüfteter Fassade konzipiert, in die der außen liegende Sonnenschutz integriert ist. Die Holzschindeln greifen die regionale Holzbautradition auf und unterstreichen die Formensprache moderner traditionsbewusster Architektur. Als regionaler Baustoff kommt Fichtenholz für Konstruktion, Fassade, Fenster und Innenausbau zum Einsatz. Insgesamt wurden über 55 m3 Holz verbaut.

    Im Erdgeschoss wurde eine sichtbar belassene Brettstapeldecke mit Akustikfräsungen ausgeführt. Sie sorgt in Verbindung mit einem weiß lasierten, gebürsteten Fichten-Dielenboden einer warmen Raumatmosphäre für eine gute Raumakustik. In den Zugangs- und Funktionsräumen wurde ein geschliffener Estrich eingebaut, der über seinen natürlichen Charakter hinaus entsprechend strapazierfähig ist.

    Über die Konstruktionsweise war es möglich, dass die Bauherrn einen großen Anteil an Eigenleistungen erbringen konnten.

     

    Energie- und Haustechnikkonzept

    Durch eine mit Holzfaserdämmstoffen hoch wärmegedämmte Außenhülle und Fenstern mit Dreischeibenverglasung wurde der Energieverbrauch minimiert. Als Wärmequelle dienen eine thermische Solaranlage und für Spitzenlasten von einem Gas-Brennwertkessel. Alle Räume werden über Niedertemperatur-Flächenheizungen in Wand, Boden oder Decke beheizt. Lüftungen wurden lediglich in den Sanitärräumen eingebaut.

    Das Gebäude erfüllt den Standard KfW 70.