Wohnbebauung "Am Hofgarten" in Kempten, Realisierung von 17 Stadthäusern mit 142 Wohnungen und Tiefgaragen in zwei Bauabschnitten, 2-stufiges Wettbewerbsverfahren, 1. Preis (2004)
    Bild zum Projekt Wohnen am Hofgarten, Kempten
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    Adresse:

    Am Hofgarten
    87439 Kempten

    Auftraggeber:

    Wohnen am Hofgarten GbR,
    die Sozialbau, Kempten
    und BSG-Allgäu

    Wettbewerb:

    2-stufiges Wettbewerbsverfahren - 1. Preis
    Sommer 2004

    Beauftragte Leistung:

    LPH 1-5 HOAI
    Baukünstlerische Oberleitung

    Projektzeiten:

    Planung: ab 2004

    1. BA
    8 Stadthäuser mit Tiefgarage,
    58 Wohnungen, 62 Tiefgaragenstellplätze
    Bauzeit: 2005-2007

    2. BA
    9 Stadthäusern, Tiefgarage
    84 Wohnungen, 93 Tiefgaragenstellplätze
    Bauzeit: 2008-2011

    Projektgröße:

    B-Plan Umgriff: 3,0 ha
    BRI: 46.000 m³
    BGF: 25.104 m²
    HNF: 12.000 m²

    Baukosten:

    15,1 Mio. € inkl. MwSt.

    Energiestandard:

    EnEV 2007 -45%

    Projektbeteiligte:

    Tragwerksplanung:
    Ingenieurbüro Hartmann & Walter, Kempten

    HLS-Planung:
    Ingenieurbüro Güttinger, Kempten

    Elektro-Planung:
    Ingenieurbüro Lippert, Kempten

    Bodengutachten:
    ICP Geologen, Altusried

    Freianlagenplanung:
    realgrün Landschaftsarchitekten, München

    Fotografie:
    Florian Wendel, Waltenhofen

    Leitidee

    Mit dem neuen Quartier wird eine lesbare Identität des Ortes unter besonderer Berücksichtigung der stadträumlich sensiblen Lage am Hofgarten geschaffen. Das Gartenmotiv ist eine Referenz an die ehemals vorhandenen Klostergartenstrukturen. Es geht um die selbstverständliche Einfügung in den heterogenen Kontext. Die Vorzüge parkartiger Großzügigkeit und stadträumlicher Fassung werden verbunden mit den Qualitäten privater Wohn- und Freiraumflächen, die nicht Widerpart sondern Ergänzung der öffentlichen und halböffentlichen Bereiche sind. Der Haustyp der Stadtvilla wird neu interpretiert.

     

    Struktur

    Ein zunächst strenges Ordnungssystem im Maßstab der kleinteiligen Baustruktur der Stiftsstadt definiert kleinste Module für die neue Bebauung. Durch Weglassen oder Verschieben von Baukörpern entstehen Freiflächen unterschiedlicher räumlicher Ausprägung, durch lineare Addition von Baukörpern wird der Bezug zur Dimension der Neustadt-Bebauung hergestellt. Aufgrund der klein parzellierten Struktur lässt sich das Quartier in variablen Bauabschnitten entwickeln.

     

    Gebäude

    Die Baukörper werden durch plastische Modellierung optimiert hinsichtlich individueller Orientierung der Wohnungen bei Einhaltung der Abstandsflächen und maximaler Dichte. Verschiedene Wohnformen werden integriert, wie Reihenhäuser, Maisonetten, Geschosswohnungen, Penthäusern oder altengerechte Wohnungen. Es entsteht ein modulares Hauskonzept mit vielen Variationen. 

     

    Freiraum und Erschließung

    In integraler Ergänzung der Baustrukturen wird der Freiraum gestaltet mit Feldern unterschiedlicher räumlicher Ausrichtung, Ausformung und Funktion. Quervernetzende Gassen erschließen die Häuser von der privaten Wohnstrasse an der Herrenstraße.  Sie weiten sich auf zu halböffentlichen Quartiersplätzen und Spielflächen, gefasst von blickdichten Hecken und Obstspalieren, welche die privaten Gartenzonen abschirmen. Die abwechslungsreiche, offene Raumstruktur stiftet Identität und ermöglicht Kommunikation. Als prägendes quartierbezogenes Gestaltungselement des Freiraums werden mittelgroße Obstgehölze gepflanzt. Sie stehen im spannungsvollen Kontrast zum schützenswerten imposanten Baumbestand, welcher in das Freiflächen- und Erschließungskonzept integriert ist und das neue Quartier selbstverständlich in den übergeordneten Kontext des Hofgartens und das angrenzende stadträumliche Gefüge einbindet.