Wohnbebauung "Am Hofgarten" in Kempten, Realisierung von 17 Stadthäusern mit 142 Wohnungen und Tiefgaragen in zwei Bauabschnitten, 2-stufiges Wettbewerbsverfahren, 1. Preis (2004)

    Auftraggeber:

    Wohnen am Hofgarten GbR,

    die Sozialbau, Kempten

    und BSG-Allgäu

    Wettbewerb:

    2-stufiges Wettbewerbsverfahren - 1. Preis

    Sommer 2004

    Projektbeteiligte:

    Tragwerksplanung:

    Ingenieurbüro Hartmann & Walter, Kempten

     

    HLS-Planung:

    Ingenieurbüro Güttinger, Kempten

     

    Elektro-Planung:

    Ingenieurbüro Lippert, Kempten

     

    Bodengutachten:

    ICP Geologen, Altusried

     

    Freianlagenplanung:

    realgrün Landschaftsarchitekten, München

     

    Fotografie:

    Florian Wendel, Waltenhofen

    Leitidee

    Mit dem neuen Quartier wird eine lesbare Identität des Ortes unter besonderer Berücksichtigung der stadträumlich sensiblen Lage am Hofgarten geschaffen. Das Gartenmotiv ist eine Referenz an die ehemals vorhandenen Klostergartenstrukturen. Es geht um die selbstverständliche Einfügung in den heterogenen Kontext. Die Vorzüge parkartiger Großzügigkeit und stadträumlicher Fassung werden verbunden mit den Qualitäten privater Wohn- und Freiraumflächen, die nicht Widerpart sondern Ergänzung der öffentlichen und halböffentlichen Bereiche sind. Der Haustyp der Stadtvilla wird neu interpretiert.

     

    Struktur

    Ein zunächst strenges Ordnungssystem im Maßstab der kleinteiligen Baustruktur der Stiftsstadt definiert kleinste Module für die neue Bebauung. Durch Weglassen oder Verschieben von Baukörpern entstehen Freiflächen unterschiedlicher räumlicher Ausprägung, durch lineare Addition von Baukörpern wird der Bezug zur Dimension der Neustadt-Bebauung hergestellt. Aufgrund der klein parzellierten Struktur lässt sich das Quartier in variablen Bauabschnitten entwickeln.

     

    Gebäude

    Die Baukörper werden durch plastische Modellierung optimiert hinsichtlich individueller Orientierung der Wohnungen bei Einhaltung der Abstandsflächen und maximaler Dichte. Verschiedene Wohnformen werden integriert, wie Reihenhäuser, Maisonetten, Geschosswohnungen, Penthäusern oder altengerechte Wohnungen. Es entsteht ein modulares Hauskonzept mit vielen Variationen. 

     

    Freiraum und Erschließung

    In integraler Ergänzung der Baustrukturen wird der Freiraum gestaltet mit Feldern unterschiedlicher räumlicher Ausrichtung, Ausformung und Funktion. Quervernetzende Gassen erschließen die Häuser von der privaten Wohnstrasse an der Herrenstraße.  Sie weiten sich auf zu halböffentlichen Quartiersplätzen und Spielflächen, gefasst von blickdichten Hecken und Obstspalieren, welche die privaten Gartenzonen abschirmen. Die abwechslungsreiche, offene Raumstruktur stiftet Identität und ermöglicht Kommunikation. Als prägendes quartierbezogenes Gestaltungselement des Freiraums werden mittelgroße Obstgehölze gepflanzt. Sie stehen im spannungsvollen Kontrast zum schützenswerten imposanten Baumbestand, welcher in das Freiflächen- und Erschließungskonzept integriert ist und das neue Quartier selbstverständlich in den übergeordneten Kontext des Hofgartens und das angrenzende stadträumliche Gefüge einbindet.

    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
    Bild zum Projekt Wettbewerb Wohnen am Hofgarten, Kempten
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