Nichtoffener Ideen- und Realisierungswettbewerb nach RPW: Neubau Dreifachsporthalle mit Parkhaus in der Lindauer Straße in Kempten, 3. Preis
    Bild zum Projekt Wettbewerb Neubau Dreifachsporthalle mit Parkhaus Kempten
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    Auftraggeber:

    Stadt Kempten

    Wettbewerb:

    Nichtoffener Ideen- und Realisierungswettbewerb nach RPW - 3. Preis

    Projektbeteiligte:

    Landschaftsarchitekt:
    realgrün Landschaftsarchitekten, München

    Mitwirkung Tragwerksplanung:
    Dr. Schütz Ingenieure, Kempten

    Visualisierung:
    Vizoom, Berlin

    Städtebau und Architektur

     

    Das Planungsgebiet spannt sich zwischen der nördlichen Reichlinstraße und der im Süden tangierenden Lindauer Straße auf. Die nord-südverlaufende signifikante Hangkante teilt den Betrachtungsbereich in den östlichen, tieferliegenden Parkraum und das ca. neun Meter höher gelegene westlich situierte Schulumfeld des Hildegardis-Gymnasiums. Im Übergang zur Hangkante befindet sich die Kindertagesstätte mit Mädchenpensionat und entsprechenden Freiflächen.

    Der Entwurf setzt die beiden neuen Baukörper der Sporthalle und des Parkhauses gezielt stadträumlich ein.

    Das Parkhaus fügt sich in den Straßenraum ein und ergänzt die vorhandene straßenbegleitende Baustruktur im Bestand.  Es erzeugt einen repräsentativen Abschluss des Hildegardis-Schulgeländes zur Straße hin und schirmt gleichzeitig den Pausenhof von der Straße ab.

    Die neue Sporthalle lehnt sich an der Westseite an die Hangkante an, um entsprechenden Abstand zur östlich an den Park angrenzenden Wohnbebauung zu wahren. Hierbei ist auch der Erhalt der raumbildenden Baumkulisse an der Ostseite des Parks von besonderer Bedeutung.

    Die Verortung der Sporthalle orientiert sich an der vorhandenen Topographie im zukünftigen Parkgelände. Das Eingangsniveau im Obergeschoss der Sporthalle nimmt die vorhandene Höhenlinie entlang des natürlichen Geländes der Hangkante auf. Der Verlauf der Zuwegung entlang dieses Höhenwegs ermöglicht die ebene, barrierefreie Erschließung der Halle mit direkter quartierlicher Anbindung an Lindauer Straße und Reichlinstraße.

    Die Ausrichtung des Baukörpers, dreht sich aus der Flucht der Nachbarbebauung im Nordosten heraus und erzeugt maximalen Abstand der Bebauung zur Nachbarschaft. Die Position der Halle fügt sich zwischen dem vorhandenen Baumbestand ein und vermeidet Baumfällungen weitestgehend.

    Die Südfassade der Sporthalle rückt durch die Drehung in das Sichtfeld der Lindauer Straße und wird zur repräsentativen Fassade mit Bezug zum Park. Der stadtbildprägende Charakter manifestiert sich in der Ausformung eines zweigeschossigen transparenten Foyers, welches die Zuwegungen auf das obere Zuschauer- und untere Spielfeldniveau, in einer großzügigen Treppenanlage vereint.

    Die Treppe verläuft sowohl im Innen- als auch im Außenraum und spiegelt damit die Bezüge aus dem innenliegenden Foyer auf das Spielfeld und zum vorgelagerten Park sinnhaft wieder. Der untere Teil des Foyers nimmt die Sanitärräume und Garderobe auf. Das große Sportschaufenster im Foyer erlaubt direkte Blickbeziehungen zwischen dem Spielfeld und dem Park auch auf der unteren Ebene.

    Die umgebende Parklandschaft der Halle wird durch eine Fassade aus glänzendem Aluminium-Verbundplatten reflektiert: Hier spiegeln sich Bäume und Wolkenformationen, das Gebäude selbst wird Teil der Umgebung. Das Grün der Parklandschaft verdichtet sich in der spiegelnden Fassade und erweitert den Parkraum visuell. Durch den Spiegeleffekt der Fassaden und die Einbettung der Halle um ein Geschoss in die Hanglage, wird die städtebaulich wirksame Kubatur des 60 Meter langen und 43 Meter breiten Baukörpers minimiert. Zudem verringert die horizontale Höhenstaffelung und Gliederung der oberirdischen Gebäudeebene in einen niedrigeren ringförmigen Foyer- und Zuschauerbereich und ein zurückgesetztes in der Mitte erhöhtes Hallendachtragwerk die wahrnehmbare Traufhöhe des Gebäudes.

    Von der an der Lindauer Straße festgelegten Einfahrtsposition in das Parkhaus entwickelt sich das Parkhaus über einen Rückstaubereich als Split-Level Gebäude in Halbgeschossen mit maximal 2 Untergeschossen für 151 Fahrzeuge parallel zur Lindauer Straße. Das Split-Level erlaubt eine sehr kompakte Organisation mit kurzen Rampen. Das Parkhaus wird über die Querschnitte der an der Außenwand und einem zentral gelegenen Lüftungsschacht natürlich belüftet. Das Parkhaus ist auf allen Ebenen barrierefrei erschlossen. Das Dach über dem darunter gelegenen Parkhaus erweitert die Pausenhoffläche und nimmt die Fahrradparkplätze der Schüler und Lehrer zentral auf.

    Die oberirdischen Geschosse des Parkhauses sind zum Nachbarn im Westen und Osten geschlossen und zur Straße weitestgehend geöffnet. Die Fassade erhält eine vertikale Vorhangstruktur aus farbigen gekanteten Blechen. Der Vorhang verdichtet sich bei der Betrachtung in der Straßenflucht und ist transparent bei Betrachtung von Innen und im direkten Gegenüber. Die Farbigkeit wird aus einer Komposition aus vier Farbtönen erzeugt und fügt sich in ihrer Tönung dem Charakter der bestehenden Bebauung ein, erzeugt jedoch auch eine überraschende großzügige Flächigkeit, die einen repräsentativen Auftritt des Hilde im Straßenraum markiert. Die Transparenz der „Vorhang"-Fassade erlaubt Tageslichtanteile im Parkhaus und stärkt das Sicherheitsgefühl der Nutzer.

     

    Freiraum und Vernetzung

     

    Die Funktionsbereiche Park, Kindergarten mit Mädchenpensionat, Gymnasium, Dreifach-Sporthalle und Parkhaus werden über ein komplexes Erschließungssystem und den grundstücksübergreifenden Baumbestand in direkte Beziehung zueinander gesetzt. Darüber hinaus übernehmen die Wegebeziehungen eine übergeordnete Erschließungsfunktion im umgebenden Stadtgefüge. In der weiteren freiraumplanerischen Betrachtung ist daher insbesondere das Thema der Barrierefreiheit von besonderer Bedeutung.

    Auf der unteren Ebene ist die Halle an das Wegesystem des Parks angebunden. Hier finden sich, eingebunden in die herrliche Baumkulisse, neben Spielwiesen und Aufenthaltsbereichen ein für verschiedene Altersgruppen ausgestatteter großzügiger Spielbereich, welcher sich an den Fuß des Hangs anlagert. Daneben wird der bestehende „informelle“ Weg in Mittenlage der Hangkante zur Erschließung der Halle ausgebildet. Von der Lindauer Straße kommend gelangt man auf diesem Weg zum südwestlichen Eingangsplatz. Ein dem Tribünenbereich westlich vorgelagerter Verbindungs- und Aufenthaltsraum führt zur nordwestlich situierten Eingangszone. Neben Sitzgelegenheiten finden sich hier auch eingangsnahe Fahrradstellplätze. Sitzmauern zonieren zur Hangkante. Nach Norden weiterführend verbindet dieser Erschließungsweg die Lindauer Straße mit der Reichlinstraße. Der im nördlichen Eintrittsbereich an der Reichlinstraße bestehende Spielplatz wird der Auslobung folgend aufgewertet.

    Zur barrierefreien Verbindung von Halle und des ca. 10 m höhergelegenen Schulareals wird eine den Anforderungen der einschlägigen Normen folgende Rampenanlage in die Hangkante eingebettet.  Der Grundgeometrie der Rampenläufe folgend wird die Höhenstaffelung mittels kaskadierender Stützmauern abgefangen. Von der nordwestlich situierten Eingangszone führt eine direkte Treppenverbindung zum höhergelegenen Verbindungsweg entlang der bestehenden Schulgebäude. Teile des bestehenden übergeordneten Nord-Süd-Weges werden durch den oberen Rampenlauf ersetzt. Unvermeidbare Eingriffe in den Baumbestand werden durch entsprechende Neupflanzungen kompensiert. Partielle Eingriffe aufgrund der neuen Hanggestaltung in der Übergangszone der nördlichen Kindergartenfreiflächen zur Hangkante werden durch die Anlage neuer großzügiger, mit Schnitthecken eingefassten Spielbereiche auf der zur Schulwiese orientierten Westseite des Kindergartens ausgeglichen.

    Durch die Situierung des Parkhauses an der Lindauer Straße werden die Frei- und Pausenflächen des Hildegardis-Gymnasiums neu geordnet und deutlich aufgewertet. Einhergehend mit der baulichen Intervention werden auch hier sämtliche Erschließungsbereiche mittels entsprechenden Rampenanlagen barrierefrei ausgebaut. Der vorhanden barrierefreie Eingang der Schule wird in die neue Pausenhoflandschaft eingebunden. Die Bewegung auf dem Pausenhofgelände ist großflächig barrierefrei möglich. Zwischen der multifunktionalen Schulwiese und dem daran angelagerten neuen Mensafreisitz und den aufgewerteten Pausenhofflächen im Vorfeld des oberen Haupteingangsbereiches vermittelt eine großzügige Sitz- und Spielstufenanlage. Sie kann auch bei größeren schulischen Veranstaltungen als „Schularena“ Verwendung finden. Darüber hinaus bietet ein Streetballplatz auf dem Parkdeck zusätzlichen Bewegungs- und Spielraum zur aktiven Pausengestaltung.

    Zusätzliche schattenspendende Großbaumpflanzungen befördern die Aufenthaltsqualitäten. Im Vorfeld des Parkhauses entlang der Lindauer Straße werden straßenbegleitende Baumpflanzungen zur Aufwertung des Straßenraumes etabliert.

    Der Funktion eines Schulcampus entsprechend werden die Zugänge auf das Schulgelände explizit ausformuliert und die Vielzahl schulischer und quartierlicher Wegenetzbeziehungen zwischen den Schulgebäuden, der Sporthalle und dem Park gestärkt.  Die Zugänge auf den Pausenhof von der Lindauer Straße sind so gesetzt, dass die bestehenden Schülerströme von Bushaltestelle und Ampelanlage aufgenommen werden, jedoch eine Überlagerung mit Parkhausverkehr vermieden wird.

     

    Erschließung und Funktionalität

     

    Auf der Eingangsebene der Dreifach-Sporthalle sind drei Eingänge angelegt: Der Schüler- und Sportlereingang von Nordwesten mit fußläufiger Anbindung an Gymnasium und Parkhaus, der Zuschauereingang im Süden als Zugang vom Park.

    Die Ausrichtung der transparenten Fassaden und der Zugänge sind von der Nachbarschaft abgewandt gesetzt, um mögliche Störungen und Lärmimmission zu vermeiden.

    Die Zuschauer- und Tribünenbereiche werden über das Foyer schwellenlos angebunden. Die Spielfeldebene ist um die Höhe der Tribüne um ca. 3,25 m zur Zuschauerebene abgesenkt.  Die Fest- und Teleskoptribünenplätze werden von den Besuchern über den Zuschauergang bzw. das Foyer erreicht. Bei Veranstaltungsnutzungen, z.B. bei einem Handballturnier, ist eine Kapazität von ca. 600 Sitzplätzen auf Teleskop- und Festtribüne und ca. 200 Stehplätzen, also insgesamt ca. 800 Zuschauerplätzen erreichbar. Die Stehplätze befinden sind rund um die Halle entlang des kolonnadenartigen Stützenumgangs.

    Der Umkleidetrakt wird durch Sportler- und Schülereingang im Nordwesten des Obergeschosses über einen Sportlergang erschlossen. Die strikte Trennung der für den Schulsport zugänglichen Bereiche von Zuschauerflächen und die Ausbildung eines Stiefelgangs im Umkleidebereich reduziert den Reinigungsaufwand im Betrieb der Halle maßgeblich.  Von den Umkleide- und Sanitärbereichen sind die drei Einzelhallen über Treppen zu erreichen. Im Erdgeschoss sind neben dem Sportfeld mit 27x45 m u.a.  Sportgeräteräume und Lagerräume für mobile Tribünen und Bühnen, sowie Technikräume vorgesehen.

    Der barrierefreie Zugang zu allen Geschossen erfolgt über einen Personenaufzug mit einer krankentragtauglichen Kabinengröße von 210 x110 cm.

     

    Konstruktion und Tragwerk

     

    Die innovative Holzdachkonstruktion der Sporthalle wird aus konventionellen Brettschichtträgern hergestellt. Der Achsabstand der Doppelbinder beträgt ca. 2,50 m, weshalb die Konstruktionshöhe mit 2,00 m für die Spannweite und Schneelast entsprechend niedrig gehalten werden konnte. Die Dachhaut wird aus einer Holzmehrschichtplatte hergestellt, die gleichzeitig die fertige Untersicht ist.

    Auf eine zusätzliche Sekundärkonstruktion für die Dachhaut konnte dadurch verzichtet werden.

    Innovativ ist, dass je zwei Dachbinder mit der Mehrschichtplatte zusammengefügt werden und mit vertikalen Rippen alle 5,0 m stabilisiert werden. Somit entsteht eine mit 14 cm Trägerbreite sehr schlanke und elegante Trägerkonstruktion, die auch im Transport- und Einhubzustand bereits ausgesteift ist, was die Montage deutlich erleichtert. Die 18 modularen Trägerkonstruktionen, können sehr schnell und sicher montiert werden, wodurch sich insgesamt eine ressourcensparende und wirtschaftlich sehr effiziente Bauweise ergibt. Nach der Montage der einzelnen Träger auf die Lager werden die Bauteile miteinander kraftschlüssig verbunden und zu einer homogenen Dachscheibe ausgebildet. Diese stabilisiert das Dach im Endzustand.

    Die gewählte Lösung ist eine robuste Konstruktion. Sie ist vollständig zugänglich und damit sehr gut zu warten und zu überprüfen. Eine gute Wirtschaftlichkeit in Unterhalt und Betrieb ist deswegen zu erwarten.

    Die Dacheindeckung mit einer Gefälledämmung und die planmäßige Überhöhung der Träger sichern eine dauerhafte Dachentwässerung auch bei maximal möglicher Schneelast.

    Durch die in der Untersicht unauffällige und ruhige Trägerrostkonstruktion ohne Stabwerke, Fachwerkträger, Unterspannungen etc. werden Ablenkungen und Störungen der Konzentration der Sportler minimiert. Trennvorhänge, Leuchten und Abluftkanäle verschwinden im Zwischenraum der Doppelbinder,?Abhängungen von Geräten sind im eingeklappten Zustand aufgeräumt.

    Das Gebäude selbst wird entsprechend der hohen Nutzerfrequenz aus robusten Wänden aus Beton als Halbfertigteilkonstruktion ausgeführt. Dabei bleiben Wandflächen weitgehend sichtbar und es wird auf schadens- und verschmutzungsanfällige Oberflächen wie Putze und Anstriche verzichtet. Das präzise ausformulierte Fugenbild der Betonflächen erklärt die Konstruktionsart aus vorfabrizierten Bauteilen.

    Gemäß Baugrundgutachten ist der vorhandene Baugrund nur gering tragfähig und für die vorgesehenen Gebäudelasten nicht ausreichend belastbar. Alternativ zu einer teuren und aufwändigen Tiefgründung mittels Bohrpfählen wird eine Baugrundverbesserung mittels Rüttelstopfverdichtung (vermörtelte Stopfsäulen) vorgesehen. In Bereichen höherer Belastung kann die Säulenzahl erhöht werden. Das Gebäude selbst gründet konventionell flach in dem verbesserten Baugrund.         

    Das Parkhaus ist als monolithische Massivkonstruktion in Stahlbeton konzipiert. Die Stärken der Geschossdecken werden durch die Anordnung von Unterzügen optimiert. Zur Minderung der Zwängungskräfte werden Schwindgassen angeordnet, weshalb auf unterhaltsaufwendige Gebäudefugen verzichtet werden kann und ein robusteres Tragwerk entsteht. Die Gründung erfolgt durch eine elastisch gebettete Bodenplatte in WU- Bauweise.

     

    Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

     

    Die „Klimaschule“ Hildegardis-Gymnasium soll auch bei der Dreifachsporthalle ein zukunftsweisendes Energiekonzept erhalten. Der Neubau der Dreifachsporthalle mit Parkhaus wird eine hohe energetische und ökologische Qualität durch einen energetisch optimierten Entwurf in Bezug auf Konstruktion, Kompaktheit und Gebäudeorientierung erhalten.

    Das Gebäude der Sporthalle verfügt über eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle und eine energie- und kosteneffiziente mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die den Grundluftwechsel sicherstellt. Zusätzlich wird bei dem hybriden Lüftungskonzept bei hohen Belegungen bzw. Veranstaltungen über zusätzliche Lüftungsöffnungen in Dach und Fassade der Maximalluftwechsel erreicht.

    Die Anforderungen der ENEV bezüglich Primärenergiebedarf und energetischer Qualität der Gebäudehülle können durch den Anschluss an das Fernwärmenetz und Beheizung mit regenerativer Energie deutlich unterschritten werden.

    Low-Tech-Lösungen zur Durchströmung und Nachtauskühlung und konstruktiver Sonnenschutz an den Verglasungen der südlichen und westlichen Gebäudeseiten durch auskragende Dächer verhindern, in Verbindung mit dem verschattenden Baumbestand, eine direkte Sonneneinstrahlung und eine sommerliche Überhitzung des Gebäudes.

    Soweit bautechnisch möglich werden nachhaltige Materialien, u.a. Holz als Baumaterial für die Dachkonstruktion der Sporthalle, mit geringen Primärenergieaufwand eingesetzt. Aufgrund der Langlebigkeit im schattigen Parkgelände wird an der Fassade der Sporthalle keine Holz-, sondern eine robuste, feuchteresistente Metallfassade konzipiert.

    Die Dächer der Sporthalle und des Parkhauses werden extensiv begrünt und erhalten Aufstellflächen für flach geneigte Photovoltaik in Ost-West Ausrichtung. Anfallendes Dach- und Oberflächenwasser wird auf dem Grundstück weitestgehend oberflächig versickert.