Neubauten von genossenschaftlichen Wohngebäuden, Gutachten zur Erlangung eines Bau- und Freiraumkonzeptes für Leonhard- und Bergermühlstraße Memmingen Ost
    Bild zum Projekt Wettbewerb (LEBE) Leonhard- / Bergermühlstraße Memmingen
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    Auftraggeber:

    Siebendächer Baugenossenschaft eG

    Wettbewerb:

    privates Gutachterverfahren

    Projektbeteiligte:

    Landschaftsarchitekt:
    Daurer + Hasse Landschaftsarchitekten BDLA

    LEBEnswerte städtische Dichte

    Verkehrsmodell

    Schaffung einer durchgehenden Tempo-20-Zone nach StVO für alle neu gestalteten Verkehrsflächen, von der Bergermühlstraße im Norden ausgehend bis zum Anschlussbereich Benninger Straße im Süden. Ziel ist die Förderung der Verkehrssicherheit, Lärmreduzierung im Straßenverkehr und eine allgemeine Reduzierung des reinen Durchgangsverkehrs. Es gilt an allen Einmündungen die Vorfahrtsregel „rechts-vor-links“.

    Die Bergermühlstraße wird aufgewertet durch eine Reduzierung der Fahrbahn durch 2,25 m breite, seitliche Ausbuchtungen. In diese werden bestehende Zufahrten, Längsparker und kleine Grünflächen als Standorte für eine Baum-Allee, systematisch integriert. Die Buchten wechseln sich regelmäßig über beide Straßenseiten ab und werden regelmäßig für Ausweichstreifen unterbrochen. Die Fahrbahn wird allgemein auf 6,50 m verschmälert, im Bereich der Ausbuchtungen auf 5,50 m.

    Entlang der Mündungsbereiche von Augustinergasse und Antoniergasse, sowie einer Gewerbe-Zufahrt im Norden wird hinsichtlich der Schleppkurven für große LKW auf Reduzierung der Fahrbahnbreite verzichtet.

     

    Schießstattplatz

    Das durch das Tiefbauamt Memmingen entwickelte Konzept zur Straßen-Verengung und Verkehrsberuhigung wird aufgegriffen und weiter bestärkt. Die Kreuzung erhält eine neue Identität als Platz, mittels eines durchgängigen Belags aus Natursteinpflaster, welcher in befahrenen Bereichen auf wasserdurchlässigem Dränbeton erfolgt. Die Mündungsbereiche werden durch polygonale Grünflächen aufgelockert. Querungen für Fußgänger liegen jeweils mit Abstand hinter den Mündungsbereichen der Straßen. Die Allee-Artigen Baumpflanzungen und Vegetationsflächen bilden ein „ökologisches Pendant“ zur Architektur. Östlich des Baukörpers befindet sich, eingebettet durch Pflanzflächen, eine Terrassenartige Fläche für Außen-Gastronomie. Für Schnelleinkäufe gibt es Kurzparker mit Zugang zum Wegenetz Richtung Gebäude. Fahrrad-Stellplätze mit E-Bike-Ladestation schaffen einen attraktiven Anlaufpunkt als Zwischenstopp entlang des bestehenden Radwegenetzes.

    In der Leonhardstraße verläuft parallel zum Gebäude ein üppiger Grünstreifen mit Wiesenansaat, welcher Passanten und Angestellten durch polygonale Sitzbänke zum Verweilen einlädt.

    Ein großzügiger Gemeinschaftsgarten mit erhaltenden Bestandsbäumen, gemeinsamen Freisitz und Gartenhütte bietet den Anwohnern die Möglichkeit, sich für kleine Feste oder zur gemeinsamen Gartenarbeit zusammenzufinden. Ein gepflastertes Wegenetz bildet zugleich den Rahmen für anliegende Beete.

     

    Quartiersplatz N2/ N3

    Der Platz fungiert als Dreh- und Angelpunkt durch die Verknüpfung der beiden Nachbarschaften N2 und N3 in der Nord-Süd-Achse und den Anschluss nach Osten zur Richthofenstraße. Durch die einheitliche Materialwahl wird, die durch Stahlpoller abmarkierte Tiefgaragen-Zufahrt gefällig integriert – Ein Shared Space-Konzept mit Schritttempo-Gebot für KfZ und Radfahrer soll den Vorrang von Fußgängern in diesem Umgriff besonders hervorheben.

    Die schachbrettartig angelegten Flächen aus Wassergebundener Wegedecke und Rasen bieten in Verbindung mit elliptischen Sitzbänken, integrierten Staudenflächen und Holzdecks Qualität zum Verweilen und Zusammentreffen.

    Den östlichen Abschluss des Platzes bildet der aus der Richthofenstraße kommende Siedlungsweg, in welchen auch die beiden neuen Anlieger-/Mistwege münden.

     

    Freianlagen N2 / N3

    Aufteilung der Garten-Parzellen durch Schnitthecken (z.B. Hainbuche) mit Zugang über eine Gartentür zu den Mistwegen, welche vorrangig zur Pflege dienen. Eine Baumreihe, welche sich durch die Gärten zieht, bildet ein grünes Band für einen weichen Übergang zur bestehenden Siedlung.

    N3: Gepflasterte Sitznischen in Form kleinteiliger Platzsituationen mit intimer Atmosphäre zwischen den Gebäuden, stärken die Identitätsbildung einer funktionierenden Nachbarschaft durch das Angebot von kleinteiligen Platzsituationen mit intimerer Atmosphäre.

     

    Energie und Haustechnik

    Effizienzhaus 55-Stufe wird erreicht durch wärmebrückenfreie Gebäudehülle in Verbindung mit einer CO2-neutralen Wärmeerzeugung. PV-Anlagen liefern den Strom für Wasser- oder Luft-geführte Wärmepumpe. Der eigengenutzte Solarstrom kann durch Batteriespeicher wesentlich erhöht werden. Raumerwärmung per Fußbodenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur. Kontrollierte Bad- und WC-Abluft mit Nachströmung über den Fensterfalz garantiert die erforderliche Raumluft-Hygiene.

     

    Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

    Weitgehend Stapelung gleicher Grundrisse übereinander für ein einfaches statisches Konzept sowie minimierte Installationsführung. Kompakte Baukörper mit geringen Erschließungsflächenanteilen bei hoher Grundstücksausnutzung. Monolithische Ziegelbauweise mit Lochfassaden ohne WDVS mit robusten Putzoberflächen. Angemessene Haustechnik ohne aufwändige Anlagentechnik.