Neubau einer Kindertagesstätte, Evang.-Luth. Kirchengemeinde Dickenreishausen, Nichtoffener Realisierungswettbewerb, 3. Preis
    Bild zum Projekt Wettbewerb Kindertagesstätte Dickenreishausen
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    Auftraggeber:

    Evang.-Luth. Kirchengemeinde Dickenreishausen

    Wettbewerb:

    Nichtoffener Realisierungwettbewerb nach RPW 2013, 3. Preis

    An der Nahtstelle zwischen Ortsmitte und Ortsrand entsteht eine neue Kindertagesstätte mit zwei Kindergartengruppen und Kinderkrippe. Ergänzt wird diese mit einem Gemeindesaal für die benachbarte Ev.-Luth. Kirchengemeinde. Dörflicher und kindgerechter Maßstab sowie die Öffnung zu Natur und Landschaft prägen die Entwicklung und Identität der Kinder, Eltern, Mitarbeiter und Gemeinde.

     

    Städtebau

    Der zweigliedrige Baukörper nimmt die Körnung des dörflichen Bestandes auf. Durch die Eingeschoßigkeit passt sich das Gebäude in den Maßstab der Umgebung ein. Der Blick von Südosten auf die Kirche St. Agatha bleibt erhalten. Die Baulücke zwischen Pfarrhof und Nachbargebäude wird geschlossen. Der Ortsrand wird abgerundet. Leicht zurückgesetzt gibt der Bau den Raum frei für den Dorfplatz. Die giebelständige Anordnung zum neuen Platz hin stärkt die Ensemble-Wirkung mit Pfarrhof, Kirche und Friedhof.

     

    Leitidee

    Eine zentrale Zugangsachse verbindet die Ortsmitte mit der Landschaft. Beidseitig angegliedert sind das "Kinderhaus" mit Verwaltung, Kindergarten und Krippe sowie das "Gemeinschaftshaus" mit Speisesaal und Mehrzweckraum für die Kindertagesstätte und dem Gemeindesaal. Die KiTa wird in Holzrahmenbauweise mit unbehandelter Nadelholz-Schalung aus heimischen Wäldern errichtet. Dies sorgt nicht nur für angenehme Atmosphäre, einen ökologischen Fußabdruck und Einpassung in den dörflich-ländlichen Kontext, sondern fördert zudem das Gespür für Nachhaltigkeit und die Identifikation aller Beteiligten mit dem Ort und seiner Umwelt.

     

    Orientierung

    Das Gebäude wird durch das zentrale Eingangsfoyer mit Blick in den Freibereich betreten. Es verknüpft die Funktionsbereiche des Kinderhauses mit denen des Gemeinschaftshauses und verteilt gestaffelt nach ihrem Grad an Öffentlichkeit und Zugänglichkeit.

    Entlang des öffentlichen Gemeindebereichs und Mehrzweckraumes geht der Besucher in den halböffentlichen Elternwartebereich mit Verwaltungsräumen. Weiter differenziert folgt der "private" Gruppenbereich.

    Alle Gruppenräume sind nach Süden zu Sonne, Landschaft und Freiraum hin orientiert. Der Gemeindesaal hingegen wendet sich entsprechend seiner öffentlichen Funktion dem Dorfplatz zu.

     

    Gruppenmodul

    Die Anordnung des Grupenmoduls ermöglicht sowohl ein "offenes" als auch ein "geschlossenes Konzept".

    Jeder Gruppe ist eine eigene Garderobe mit Schmutzschleuse zugeordnet. Dies sorgt für einen direkten und unkomplizierten Zugang zum Außenspielbereich.

     

    Verknüpfung

    Das zentrale Foyer verknüpft die unterschiedlichen Funktionsbereiche miteinander. Durch die Zuordnung von Gemeindesaal, Mehrzweckraum und Speiseraum mit Küche sind diese axial zusammenschließbar. Sie können flexibel erweitert und einzeln abgetrennt werden.

    Die Anlieferung für die Küchen in Gemeinde- und Speiseraum erfolgt von Süden. Ein Verteilergang ermöglicht einen unabhängigen Austausch zwischen den Küchen.

    Innenliegende Bereiche wie Mehrzweckraum und Elternwartebereich sind hell belichtet über Oberlichter und öffnen sich zum Foyer hin.

    Durchgängige Transparenz und Einsehbarkeit prägen die Gruppeneinheit und verbinden den Gruppenraum über den Flur mit dem Gruppennebenraum.

    Die Raumhaltigkeit über den Gruppenräumen erzeugt Großzu?gigkeit und sorgt für gute Luftqualität bei niedrigerem Energieaufwand

     

    Einfügung

    Durch das Satteldach und die niedere Höhenentwicklung fügt sich der Baukörper in die Ortsilhouette und Dachlandschaft ein und schafft einen verträglichen Übergang zur Nachbarbebauung. Der ortsbildprägende Schwerpunkt um Kirche und Pfarrhof bleibt erlebbar.