Neubau einer Werkstatt für behinderte Menschen mit 120 Plätzen am Mühlbach in Sonthofen - ein skulptural ausgeformter Holzbaukörper, Realisierungswettbewerb, 1. Preis
    Bild zum Projekt Werkstatt für behinderte Menschen, Sonthofen
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    Auftraggeber:

    Allgäuer Werkstätten GmbH, Kempten

    Wettbewerb:

    Begrenzt offener, einstufiger Realisierungswettbewerb
    - 1. Preis

    Projektzeiten:

    Planung: 2003

    Projektgröße:

    BRI: 26.500 m3
    BGF: 4.350 m2

    Städtebau

    Das skulptural ausgeformte, kompakte Gebäude resultiert aus der pragmatischen Umsetzung der Grundstücksgrenzen und der einzuhaltenden Abstandsflächen. Die Behindertenwerkstatt bildet im Westen den kopfartigen Abschluss der großmaßstäblichen, gewerblichen Bebauung. Städtebaulich reagiert die Anlage mit dem Innenhof auf das attraktive Wohngebiet nördlich des Mühlbaches. Die nördliche Grenze des Grundstücks bildet der Naturraum entlang des Mühlbaches. Der Grünzug wird durch den Innenhof in die Anlage geführt und setzt sich durch das Gebäude hindurch fort; sein Charakter wandelt sich nach und nach vom Wildwuchs zum wohl geordneten Platz, definiert durch eine Reihe von Bergahornbäumen. Im Süden formuliert die ruhige Gebäudekante einen großzügigen Erschließungsbereich; die umgebende heterogene Bebauung wird durch die Platzgestaltung gefasst und zusammengebunden.

     

    Grundrisskonzept

    Den Anforderungen an unterschiedliche Raumhöhen trägt das in Grund- und Aufriss polygone Raumvolumen Rechnung. Die unterschiedlichen Räume werden unter einem gemeinsamen, leicht geneigten Dach zusammengefasst. Der aus dem Raumvolumen herausgeschnittene Innenhof bietet nicht nur räumliche, sondern auch funktionale Qualitäten hinsichtlich der Orientierung, als geschützter, überschaubarer Aufenthaltsbereich und zur Belichtung des Erschließungsbereiches sowie als  multifunktionalerer Pausenhof. Die Grenzen zwischen innen und außen werden aufgehoben.

     

    Erschließung

    Die lineare Anlieferung von Lager, Wäscherei und Küche gewährleistet einen reibungslosen Verkehr. Es gibt weder Überschneidung von Anlieferung und ankommenden Beschäftigten noch Kreuzungspunkte zwischen innerer und äußerer Erschließung. Die ringförmige innere Erschließung ermöglicht kurze Wege, eine zweite Erschließungsachse den problemlosen direkten Verkehr zwischen Werkstätten und Lager.

     

    Aus der Preisgerichtsbeurteilung

     "Der Entwurf beeindruckt durch seine städtebauliche Großform, die aus der pragmatischen Umsetzung der Grundstücksgrenzen resultiert. Durch ein Aushöhlen der skulpturalen Form entsteht ein spannungsreich ausgeformter Innenhof... Die inneren Verkehrswege lassen mit ihren interessanten Ausblicken und Wegeführungen ein spannungsreiches Raumerlebnis erwarten. Positiv gesehen wird die ausgeglichene Belichtung der Räume mit den großzügigen Vertikalfenstern..."

     

    Veröffentlichung

    Wettbewerbe Aktuell 07/2003, Sonderdruck