Städtebaulicher Rahmenplan für das ehemalige Hanfwerkeareal auf dem Lechgries in Füssen
    Bild zum Projekt Studie Magnuspark Füssen
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    Adresse:

    Magnuspark Füssen
    Mühlbachgasse 2
    87629 Füssen

    Auftraggeber:

    privat

    Beauftragte Leistung:

    städtebaulicher Rahmenplan

    Projektzeiten:

    ab 05/2017

    Projektgröße:

    Grundstücksfläche: ca. 58.500 m2
    BGF Bestand: ca. 69.900 m2

    Situation

    Der Bereich der ehemaligen Hanfwerke südlich des Lechs stellte bis vor wenigen Jahren eine Gewerbebrache dar. Unter dem Namen „Magnuspark“ übernahm 2009 ein Privateigentümer das Areal der insolventen ‚Füssener Textil AG’. Seit dieser Zeit wurde das Gelände in seinem Bestand gesichert und ein Nutzungs- und Vermietungsmanagement aufgebaut, welches das Ziel innehat, das Areal mit seiner industriellen Vorgeschichte und Eigenart schrittweise neuen Nutzern zugänglich zu machen. Mittlerweile sind über 100 verschiedene Mieter mit rund 250 Arbeitsplätzen auf dem Lechgries vertreten. Es haben sich neben produzierendem Gewerbe und Lagerbetrieben zahlreiche Handwerksbetriebe, Firmen aus dem Dienstleistungssektor, Künstler und Startups sowie mit der Volkshochschule und Arbeitsagentur Füssen öffentliche und weitere Sondernutzungen angesiedelt. Aufgrund der Lage am Lech und der Nähe zur Füssener Altstadt besitzt das Areal ein hohes Entwicklungspotenzial.

                    

    Analyse

    Als Grundlage eines zukunftsfähigen und nachhaltigen städtebaulichen Rahmenkonzepts wurde zunächst über eine umfassende Bestandserfassung und –analyse der Gebäudebestand aufgenommen, die historische Entwicklung des Areals sowohl in gewerblicher, kultureller und baulicher Hinsicht betrachtet. Spezifisch für das auf einer Kiesbank im Lech situierte Quartier ist die wirtschaftliche Entwicklung vom Mühlenquartier des ausgehenden 18. Jahrhunderts hin zur Mitte des 19.Jahrhunderts einsetzenden Industrialisierung bis zum zeitweise größten Arbeitgeber der Region als „Mechanische Seilerwarenfabrik Füssen“ und ab 1920 als „Hanfwerke Füssen-Immenstadt AG“. Die daraus resultierende komplexe und über mehrere Jahrzehnte in Stufen gewachsene Baustruktur wird im Rahmen der Voruntersuchungen einer städtebaulich-funktionalen und qualitativen Bewertung unterzogen. Die Analyse umfasst neben dem Gebäudebestand und seiner Historie auch die derzeitige Verkehrserschließung und Wegeführung, Parkierung und Freiflächengestaltung und Nutzungsstruktur.

     

    Leitlinien und Ziele

    Im Zuge der städtebaulichen Planungen fließen die Erkenntnisse der Analyse unter Einbindung der Sachgebiete Denkmal-, Natur- und Immissionsschutz sowie Wasserrecht und Verkehrsrecht in ein Nutzungs- und Strukturkonzept ein, welches dem Areal eine zukunftsfähige Entwicklung ermöglichen soll. Durch eine städtebauliche Neuausrichtung des Geländes werden in verschiedenen Zonen gewerbliche Nutzungen und Mischnutzungen im Sinne eines urbanen Gebietes von nicht störendem Gewerbe mit der Etablierung von Wohnraum in Einklang gebracht. Über ein qualifiziertes Freiflächenkonzept soll die Erlebbarkeit des Quartiers erhöht und der Bezug zum Fluss und der historischen Altstadt gestärkt werden.

    Weitere Schwerpunkte liegen in der Vernetzung mit der Kernstadt und der Einbindung in überörtliche funktionsräumliche Zusammenhänge, da das Quartier Potenziale bietet, die im räumlichen Gefüge der historischen Altstadt nicht zu finden sind. Der Magnuspark soll so die Potenziale des ehemaligen Hanfwerkeareals nutzen, um die Qualitäten der Füssener Innenstadt zu ergänzen und somit zu verstärken, um als innovativer Impulsgeber die Stadtentwicklung zu begleiten.