Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Sonnenstraße, ehemalige Guggemoswiese in Füssen, 2. Preis
    Bild zum Projekt Sonnenstraße, ehemalige Guggemoswiese in Füssen
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    Auftraggeber:

    Hubert Schmid
    Bauunternehmen GmbH
    Ilauer Straße 2
    87616 Marktoberdorf

    Wettbewerb:

    Städtebaulicher Realisierungswettbewerb
    Einladungswettbewerb mit 7 Teilnehmern
    - 2. Preis

    Projektzeiten:

    Auslobung Wettbewerb: 17.02.2016
    Preisgerichtssitzung: 18.04.2016

    Projektgröße:

    BGF: 9.000 m2

    Situation

    Das Umfeld des Planungsgrundstücks ist geprägt von Gebäuden unterschiedlicher Zeitschichten und Nutzungen. Straßenräume und -Kanten lassen sich trotz der unterschiedlichen Gebäudetypologie und Dichte erkennen. Das schmale und lange Baugrundstück ist gekennzeichnet durch eine schwierige Erschließung, bietet aber besondere Chancen, ein qualitätvolles Quartier in den Stadtraum einzufügen.

     

    Städtebau und Freiflächen

    Das vorgeschlagene Konzept erreicht die geforderte Dichte von 9.000 m2 BGF bei geringer Geschossigkeit und Einhaltung der Abstandsflächen. Eine starke Gliederung der Gebäude ermöglicht die gute Einfügung bezüglich Körnung und Struktur der Umgebungsbebauung und Freiflächen. Zugleich entsteht eine starke Adressbildung durch maßstäbliche Raumbildungen zwischen den Häusern. Im Norden Eingangshöfe mit eher städtischem Charakter, und im Süden parkartige private bis halböffentliche Bereiche mit Nachbarschaftstreffpunkten, die sich mit den ebenfalls parkartigen Freianlagen der Nachbarschaft im Süden verweben. Die Gebäudestellung erlaubt Durch- und Ausblicke aus dem Quartier, sowie eine räumliche Vernetzung mit dem Umfeld. Im Westen ergänzt die Bebauung den eher geschlossenen Charakter des Straßenraumes. Im Osten bleibt die neue Bebauung zurück und ermöglicht es, auf den Nachbargrundstücken mit einer Nachverdichtung den Straßenraum besser zu formulieren. Fußgänger und Radfahrer erreichen im Norden die jeweiligen Eingangshöfe. Hier sind jedem Haus Müllraum und überdachte Fahrradabstellmöglichkeiten zugeordnet. Den an die Erschließung angrenzenden Wohnungen sind freiwachsende Hecken und kleine Vorgärten vorgelagert. Nach Süden hin können größere Gartenflächen angeboten werden, die um halböffentliche Nachbarschaftstreffpunkte im Grünen angeordnet sind. Die Gartenflächen sollten nicht stark zoniert sein um den Charakter einer großzügigen Grünfläche zu erzielen, die sich mit den Freiflächen im Kirchenumfeld verbindet. Der Kinderspielplatz ist zwischen TG-Zufahrt und dem östlichen Haus angeordnet.

     

    Baukörper

    Die Gebäudekubatur mit Flachdach fügt sich durch ihre Maßstäblichkeit in die Umgebungsbebauung ein und erlaubt trotzdem die Formulierung einer eigenständigen, besonderen Nachbarschaft. Die viergeschossigen Baukörper setzen sich aus zwei Volumen zusammen. Sie sind gegliedert durch Rücksprünge im obersten Geschoss und Loggien-artige Ausnehmungen in den anderen Geschossen. Die Häuser werden jeweils über ein großzügiges Treppenhaus erschlossen. Die an der Schnittstelle angeordnete vertikale Erschließung kann den Eckkonflikt zu angrenzenden Wohnungen lösen. Es sind je Geschoss 4 bis 6 Wohnungen unterschiedlicher Größe möglich, in den obersten Geschossen im Norden 2 Wohnungen und im Süden eine besonders hochwertige Wohnung. Die Wohnungsanzahl beträgt ca. 84 im gewünschten Wohnungsmix.

     

    Erschließung

    Der Verkehr soll aus dem Freiraum zwischen den Häusern ferngehalten werden. Trotzdem ist jede Wohnung komfortabel und überdacht an die Stellplätze der Tiefgarage angebunden. An Glück- und Sonnenstraße werden die erforderlichen 18 Besucherstellplätze oberirdisch nachgewiesen. Alle anderen Stellplätze befinden sich in der Tiefgarage mit 158 Stellplätzen und Ein/Ausfahrt an der Glückstraße. Die Tiefgarage erschließt alle Treppenhäuser. Als Feuerwehrzufahrt dient die Fußgängererschließung im Norden.