Entwicklung von einem zusammenhängenden Gebäudekomplex mit einer Tagespflege, zwei stationären Wohngruppen, einem ambulanten Pflegedienst, einem Verwaltungsbereich und 24 Wohnungen „Betreutes Wohnen“ für ältere Menschen im Zentrum von Altusried.
    Bild zum Projekt Neubau Postresidenz Altusried
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    Adresse:

    Hauptstraße / Rathausstraße
    87452 Altusried

    Auftraggeber:

    Kreisspitalstiftung Kempten vertreten durch SWW Oberallgäu Wohnungsbau GmbH

    Beauftragte Leistung:

    Objektplanung LPH 1-9 HOAI

    Projektzeiten:

    Planung: seit 07/2019
    Baubeginn: vorauss. 07/2021

    Projektgröße:

    BRI: 19.595 m3
    BGF: 5.776 m2
    NGF: 1.334 m2

    Energiestandard:

    KfW-Effizienzhaus 55

    Projektbeteiligte:

    Bauleitung:
    Querschnitt Planungsbüro, Scheidegg

    Tragwerksplanung:
    Planungsgesellschaft Dittrich mbH, München

    HLS-Planung:
    ZGT Zügner Gebäude Technik, Altusried

    Elektroanlagenplanung:
    ABT Elektroplanung, Kempten

    Brandschutzplanung:
    Ingenieurbüro Herbert Haug

    Schallschutz:
    Bekon Lärmschutz & Akustik GmbH

    Wärmeschutz:
    Herz & Lang, Weitnau

    Freianlagenplanung:
    Geiger & Waltner Landschaftsarchitekten GmbH

    Visualisierung:
    Thomas Knapp, Alberschwende

    Die „Postresidenz Altusried“ gliedert sich in vier Häuser mit Satteldächern, die durch Flachdachbauten mit Gründächern miteinander verbunden werden. Durch diese optische Aufbrechung des zusammenhängenden Gebäudekomplexes fügt sich dieser harmonisch in seine dörfliche Umgebung gegenüber des Marktplatzes ein. Die charakteristischen Giebelfassaden prägen die Straßenansicht der Postresidenz.

    Die vorgelagerte Platzsituation am Haupteingang der Postresidenz führt den Altusrieder Marktplatz fort. Begrenzt wird der Vorplatz durch die Terrasse des Gemeinschaftsraums der stationären Pflege. Dieser zentral gelegene Raum dient als Treffpunkt für das Quartier, als Ort der Begegnung der Bürger Altusrieds mit den Bewohnern der Postresidenz und als Raum für Veranstaltungen. Die Bewohner werden so zentral in das öffentliche Leben eingebunden.

    Im Erdgeschoss befinden sich außerdem die Räume der Tagespflege - deren Aufenthaltsbereich mit dem Gemeinschaftsraum kombinierbar ist - eine Teilversorgungsküche, der ambulante Pflegedienst, der Verwaltungsbereich und sechs der 24 Wohnungen des „Betreuten Wohnens“. Sämtliche Wohnungen verfügen dabei über einen privaten Außenbereich in Form von Gärten bzw. Terrassen (Wohnungen im Erdgeschoss) und über Loggien (Wohnungen im Dachgeschoss).

    Die beiden stationären Wohngruppen mit jeweils 15 Bewohnern erstrecken sich über das Obergeschoss. Jedes Bewohnerzimmer ist mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet. Durch die direkte Anbindung der Bewohnerzimmer an die Gemeinschaftsbereiche der jeweiligen Wohngruppe wird eine krankenhausähnliche Situation mit langen Fluren vermieden und eine wohnliche Atmosphäre mit kurzen Wegen innerhalb der Wohngruppen geschaffen. Des Weiteren wird die Überschaubarkeit der Wohngruppe für das Pflegepersonal und die Orientierung für demente Bewohner erleichtert. Jede Wohngruppe verfügt über eine eigene ausreichend große Dachterrasse, die direkt an den Gemeinschaftsbereich angegliedert ist. Technik- und Lagerräume befinden sich im Keller des Hauses 3.

    Neben dem zentral am Vorplatz gelegenen Haupteingang gibt es weitere Eingänge im Norden und im Süd-Osten von der Rathausstraße. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei: Die Gebäudeerschließung und öffentlichen Bereiche im Erdgeschoss nach DIN 18040-1, die stationären Wohngruppen im Obergeschoss nach DIN 18040-2 (R) und das „Betreute Wohnen“ im Erd- und Dachgeschoss nach DIN 18040-2. Um die Barrierefreiheit innerhalb des gesamten Gebäudes herzustellen, gibt es insgesamt vier Aufzüge. Der Aufzug von Haus 3 erhält einen vergrößerten Fahrkorb mit 1,1 x 2,1 m.