Neubau des AllgäuHospiz in Kempten mit 16 Gästezimmern und einem Verwaltungsbereich für den Hospizverein sowie Tiefgarage
    Bild zum Projekt Neubau AllgäuHospiz in Kempten
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    Adresse:

    Madlenerstraße 18
    87439 Kempten (Allgäu)

    Auftraggeber:

    Hospizverein Kempten-Oberallgäu e.V.
    c/o die Sozialbau GmbH, Kempten

    Beauftragte Leistung:

    Städtebauliche Planung
    Objektplanung nach HOAI, LPH 1-9

    Projektzeiten:

    02-08/2015
    Städtebauliche Planung
    ab 09/2015
    Objektplanung
    Bauzeit 06/2018 - 10/2019
    Richtfest 07.12.2018

    Projektgröße:

    Städtebau ca. 4.500 m2
    Objektplanung: Hospiz mit 16 Gästezimmern
    BGF ca. 3.600 m2

    Projektbeteiligte:

    Innenarchitektur:
    architektur + raum, Kempten

    Freianlagenplanung:
    geiger & Walter Landschaftsarchitekten, Kempten

    Tragwerksplanung:
    Ingenieurbüro Lämmle, Wiggensbach

    HLS-Planung:
    Knecht Ingenieure, Wildpoldsried

    Elektro-Planung:
    Planungsbüro Hengge, Oy-Mittelberg

    Brandschutz-Planung:
    Ingenieurbüro Anwander

    Situation

    Das Grundstück befindet sich an der Ecke Memminger Straße - Madlenerstraße in Kempten, südlich des unter Denkmalschutz stehenden Klinikgebäudes (ehemaliges Distriktspital) und des ebenfalls denkmalgeschützten sogenannten Waschhauses. Für das Klinikgebäude bestehen Planungen zur Umnutzung für Wohnzwecke. Östlich des Klinikgebäudes werden in den kommenden Jahren neue Wohngebäude entstehen nach Planungen des Münchner Architekturbüros Palais Mai, das den Wettbewerb 2014 für sich entscheiden konnte. Südwestlich von Madlenerstraße und Memminger Straße zeigt sich die für die Stiftstadt typische Baustruktur aus einer Folge von mehrgeschossigen Einzelgebäuden mit Wohn- und Geschäftsnutzungen mit im Wesentlichen zwei bis drei Vollgeschossen. Östlich des Grundstücks befinden sich weitere Wohngebäude, insbesondere direkt anschließend ein sieben-geschossiges Punkthaus.

     

    Das bestehende Hospizgebäude

    Das bestehende Hospizgebäude in der Madlenerstraße 18 genügt einerseits nicht mehr denn heutigen Ansprüchen an eine solche Einrichtung, andererseits kann es mit seinen 8 Gästezimmern dem aktuellen und künftigen Bedarf nicht mehr gerecht werden. Umfangreiche Untersuchungen haben ergeben, dass eine Sanierung und Erweiterung des Bestandsgebäudes nicht zielführend ist. Das im Jahr 2014 durchgeführte Wettbewerbsverfahren (mit Schwerpunkt Wohnungsbau auf dem ehemaligen Klinikgelände, sie oben) hat im städtebaulichen Ideenteil Ansätze aufgezeigt unter der Maßgabe, dass der Hospizneubau im 1. Bauabschnitt neben dem bestehenden Hospiz erstellt wird, um dann die Hospizstation direkt umzusiedeln. Dies hat sich hinsichtlich der optimalen Situierung des neuen Hospizgebäudes als nicht tragfähig erwiesen. Deswegen wurde entschieden, die Hospizstation während der Bauphase auszulagern und einen Neubau mit nun 16 Gästezimmern an nahezu gleicher Stelle zu errichten.

     

    Neubau AllgäuHospiz

    Das Baugrundstück befindet sich im Bereich (WA4) des Bebauungsplans "Ehemaliges Gelände des Klinikums Memminger Straße".

    Die Planung des Hospiz-Neubaus steht im direkten Zusammenhang mit dem Neubau eines Gebäudes westlich auf dem selben Grundstück (WA4). Aufgrund der Situierung des Hospizneubaus wird das westliche Gebäude direkt an der Memminger Straße geplant. Oberirdische Stellplätze und Stellplätze in der Tiefgarage werden in gemeinschaftlichen Anlagen errichtet. Das Hospiz ist als ein- bis zweigeschossiges Gebäude vorgesehen.

    Im Erdgeschoss befinden sich alle erforderlichen Räume der Hospizstation. Dabei orientieren sich jeweils acht Gästezimmer zu einem gemeinsamen nach Süden gerichteten Atriumgarten, der zum einen aufgrund der Baukörperstellung notwendigen Schutz vor den Lärmbelastungen aus der Ecke Memminger Straße / Madlenerstraße bietet. Zum anderen entsteht so ein angemessen geschützter Freibereich für die Bewohner. Alle Gästezimmer erhalten dadurch eine gleichwertige Orientierung zu einem gestalteten Freiraum mit Freisitz in einer eigenen Loggia. Nördlich der Gästezimmer/Atriumgärten sind alle weiteren erforderlichen Stationsräume angeordnet.

    Aufgrund organisatorischer Notwendigkeiten ist eine eingeschossige gemeinsame Hospizstation für alle 16 Gästezimmer zwingende Planungsvorgabe. Im Obergeschoss finden sich neben weiteren Nebenräumen des AllgäuHospizes Verwaltungsräume für den Hospizverein sowie ein Seminarbereich. Die Erschließung erfolgt von der Westseite aus. Im UG wird das Gebäude an eine mit dem geplanten Neubau an der Memminger Straße genutzte Tiefgarage angeschlossen.  

     

    Fassadengestaltung

    Der Baukörper ist in monolithischer Ziegelbauweise ohne Wärmedämm-Verbundsystem mit einer ruhig gegliederten Lochfassade und robusten, hellen Putzoberflächen konstruiert. Während die südlichen eingeschossigen Gästeflügel ein extensiv begrüntes Flachdach erhalten, wird das zweigeschossige Bauvolumen entsprechend den Vorgaben des Kemptener Gestaltungsbeirates mit einem Walmdach überdeckt.