Neubau eines 2-geschossigen Mitarbeiterwohnhauses der Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Mitarbeiterwohnhaus der Firma elobau
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    Adresse:

    Öschweg 34/36
    88299 Leutkirch

    Auftraggeber:

    privat

    Beauftragte Leistung:

    Objektplanung LPH 1-8

    Projektzeiten:

    Planung: 01/2018 bis 03/2019
    Bauzeit: 04/2019 bis 04/2020

    Projektgröße:

    BRI: 6.595 m3
    BGF: 2.073m2
    NRF: 1.672 m2
    WF: 730 m2

    Energiestandard:

    Dämmstandard wie Passivhaus, jedoch ohne Lüftungsanlage

    Projektbeteiligte:

    Örtliche Bauleitung:
    IB Querschnitt, Scheffau
    im Auftrag von F64 Architekten

    Landschaftsarchitekt:
    Baron, Ulm

    Tragwerksplanung:
    Merz Kley Partner, Dornbirn

    Haustechnik:
    Pfähler + Rühl, Lehrensteinsfeld

    Elektroplanung:
    Ingenieurbüro Gutmann, Kempten

    Bauphysik:
    Bernhard Weithas, Lauterach

    Brandschutzplanung:
    Anwander, Sulzberg

    Fotografie:
    Martin Rudau, Leutkirch

    Früher als Aufgabe für Betriebe einmal gang und gäbe, heute fast wieder notwendig, um auf den schwierigen Wohnungsmarkt zu reagieren. In Leutkirch entstand ein Mitarbeiterwohnhaus mit hohem Anspruch.

    Ein Unternehmen stellt sich seiner sozialen Verantwortung und hilft selbst aus, wo es dem Markt nicht oder nur zögernd gelingt, Abhilfe zu schaffen – beim knappen Wohnraum. 

    Nutzungskonzept

    Die Firma elobau mit Standort in Leutkirch wächst stetig, der Bedarf an qualifiziertem Personal steigt entsprechend mit.

    Der Wohnungsmarkt ist angespannt, vor allem erschwingliche und qualitätvolle kleinere Wohnungen sind schwer zu finden.

    So, wie es auch in früheren Zeiten oft üblich war, erkennt die Betriebsleitung eine gewisse soziale Verpflichtung, für die Mitarbeiter zu sorgen, auch über das Arbeitsumfeld hinaus.

    Elobau möchte Mitarbeiter unterstützen, welche in Leutkirch eine Wohnung suchen und neuen Mitarbeitern befristet ein attraktives Wohnungsangebot in Leutkirch bieten. Angestrebt wird eine Mischung aus fest und temporär vermieteten Wohnungen zwischen 32 und 93 Quadratmeter. Der Schwerpunkt liegt bei Apartments und Zweizimmerwohnungen. Sie sind so konzipiert sind, dass durch Zusammenlegen kleiner Einheiten theoretisch auf einen späteren erhöhten Bedarf an größeren Wohnungen reagiert werden könnte.

    Es sind insgesamt 13 Einheiten vorgesehen, 6 Apartments, 5 Zweizimmerwohnungen und 2 Vierzimmerwohnungen. Sollte der Bedarf nicht so groß sein, wie erwartet, kann das Haus für alle Mietinteressenten geöffnet werden.

    Bebauungskonzept

    Zwei mit Fichte-Schindeln verkleidete 2-geschossige Baukörper werden durch Laubengänge zu einem L verbunden. Nach Norden und Westen zu den öffentlicheren Seiten zeigt der mit Pflanzen berankte Laubengang eine grüne Fassade, zum ruhigen Kreuzergrabenweg und dem gemeinschaftlichen Hof mit Ausblick in die Landschaft orientieren sich die Wohnräume. Den Wohnräumen sind private Freibereiche zugeordnet an welche der gemeinschaftliche Garten anschließt.

    Das Gebäude wird entsprechend dem Ökologieverständnis der Firma im Dämmstandard eines Passivhauses (ohne Lüftungsanlage), in Holzbauweise mit Ständerwänden und Brettsperrholzdecken konzipiert. Kollektorflächen werden auf dem begrünten Flachdach vorbereitet und zu einem späteren Zeitpunkt unauffällig integriert werden. Der Großteil der Stellplätze wird in einer Tiefgarage nachgewiesen, um das Grundstück weitgehend frei vom ruhenden Verkehr zu halten. E-Tankstellen und Batteriespeicher sind optional vorgesehen.

    Im Eck des winkelförmigen Gebäudes befindet sich die zentrale Erschließung aller Wohnungen. Von hier aus werden die Laubengänge betreten und die anderen Geschosse erreicht. Auch die Tiefgarage ist dort erschlossen. Im OG rundet ein flexibel benutzbarer Gemeinschaftsraum die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens in zumeist kleinen Einheiten ab. Zwei zusätzliche Treppen ermöglichen dem oberen Geschoss guten Zugang zum gemeinschaftlichen Garten. Dadurch, dass an jeder Einheit zwei bauliche Rettungswege zur Verfügung stehen, konnten Öffnungen an den Laubengängen bis zum Boden geführt und die Fassade aus brennbarem Material ausgeführt werden.