Neubauten von Funktionsgebäuden für das Langlaufzentrum Oberstdorf zur Nutzung als Trainingsstützpunkt für Spitzensport und Nachwuchs, Tourismus und für Großveranstaltungen
    Bild zum Projekt FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf, Bereich Langlauf
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    Adresse:

    Am Ried, 87561 Oberstdorf

    Auftraggeber:

    Markt Oberstdorf, vertreten durch Sportstätten Oberstdorf

    Beauftragte Leistung:

    LPH 1-9

    Projektzeiten:

    Planung Städtebaulicher Rahmenplan, Objektplanung 12/2017 - 03/2020
    Vorgezogene Maßnahmen: 10/2018
    Bauzeit Hauptmaßnahme: 3/2019 - 10/2020

    Projektgröße:

    BGF: 4.408 m2
    BRI: 18.764 m3
    NF: 3.161 m2

    Baukosten:

    KG 300+400
    10,2 Mio € inkl. MwSt.

    Energiestandard:

    EnEV 2016

    Projektbeteiligte:

    Projektsteurer:
    Drees & Sommer, München

    Tragwerksplanung:
    Konstruktionsgruppe Bauen, Kempten

    Brandschutzplanung:
    Anwander, Sulzberg

    Freianlagen und Tiefbau:
    Schneider-Theisen, Sonthofen

    Landschaftspflegerischer Begleitplan:
    Matthias Kiechle Landschaftsarchitekt, Pfronten

    Elektroplanung:
    Ingenieurbüro Lippert Elektrotechnik, Kempten

    Heizung-Sanitär:
    IBDG Ingenieurbüro für Haustechnik, Waltenhofen

    Bauphysik:
    Horstmann + Berger, Altensteig

    Beschneiung:
    Klenkart & Partner, Absam

    Visualisierung:
    rendertaxi, Aachen

    Fotografie:
    F64 Architekten

    Mit dem Ziel einer zukunftsweisenden Entwicklung des Oberstdorfer Langlaufzentrums als Trainingsstützpunkt für Spitzensport und Nachwuchs sowie für eine bessere touristische Nutzbarkeit und bessere Verwendung bei Großveranstaltungen wurde vom Marktgemeinderat beschlossen, das Langlaufzentrum neu zu beleben. Aufhänger ist die Nordische WM 2021, für die Oberstdorf als Austragungsort ausgewählt wurde. In allen Funktionsbereichen wie Parken, Aufstellflächen, Umkleiden, Wachs- und Lagerräume, Maschinenhalle, Werkstatt, Beschneiung und Loipen bestehen Defizite, die mit den geplanten Maßnahmen behoben werden sollen. Neben den funktionalen Gesichtspunkten soll zugleich der Wildwuchs an Provisorien entfernt und der Bedarf in feste, multifunktional und dauerhaft nutzbare Einrichtungen überführt werden. 

    Die Generalprobe „Tour de Ski 2020“ konnte nach extrem kurzer Bauzeit erfolgreich absolviert werden. In 2020 wird die Anlage nun fertiggestellt und steht für die Nordische WM 2021 bereit. Anschließend soll der nordische Trainingsstützpunkt ausgebaut werden und auch die touristische Nutzung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung intensiviert werden. Die Hochbauten des Langlaufstadions konnten unter Einhaltung der Kostenberechnung realisiert werden.

    Städtebau und Entwurf

    In dem Entwurfsprozess für den vorangestellten städtebaulichen Rahmenplan wurden zahlreiche Varianten auf ihre Funktionsfähigkeit für die unterschiedlichen Nutzungsszenarien für Sommer und Winter, touristische Nutzung, Training, Veranstaltung, Großveranstaltung und ihre landschaftsverträgliche Einfügung in den wertvollen und sensiblen Naturraum kritisch abgeklopft.

    Der Entwurf sieht vor, durch einen Neubau eines größeren Schneiteiches und Verfüllen des alten, aus heutiger Sicht zu kleinen Beckens, mehr Bewegungsflächen rund um den Stadionbereich zu schaffen, die bei Events dringend für die Medien, Mixed-Zone, für Wegeverbindungen, Funktionstrennungen, Aufstellflächen für Team-Trucks, ausgewiesene VIP-Bereiche und so weiter benötigt werden. Der Bestandsbau im Norden bleibt bestehen und wird durch eine Gymnastikhalle ergänzt (Bauteil A), welche bei einem Event für die Presse verwendet wird. Den Durchlauf markiert ein U-förmiger eingeschossiger Bau (Bauteil B), der den kreuzungsfreien Durchgang zum Stadioninnenbereich ermöglicht. Das Dach hebt sich intensiv begrünt aus den angrenzenden Wiesenflächen, um in der Fernwirkung wenig aufzufallen und doch mit einer markanten, aus dem Streckenverlauf des Durchlaufes entwickelten Kurve das Langlaufzentrum zeichenartig darzustellen. Im Wesentlichen wird die Kontur von dem bandartigen Dachrand gezeichnet, der sich aus der Wiese anhebt und wieder versinkt. Der Baukörper trennt die Wiesenflächen bei der Allee und die westlich angelagerten teilweise befestigten Erschließungsbereiche.

    Angelehnt an Waldsäume umgeben eine neue Maschinenhalle (Bauteil C), das neue Pumpenhaus und der neue Schneiteich (Bauteil D) die durch Grünelemente gegliederten freien Aufstellflächen. Die wesentlichen Fassaden aller Gebäude werden - der Landschaft angepasst - mit Lärche-Oberflächen ausgeführt.

    Die Gymnastikhalle (Bauteil A) und die Maschinenhalle (Bauteil C) sind Holzbauten, welche aus vorgefertigten Holzelementen erstellt wurden. Die anderen Gebäude wurden aus Stahlbeton mit Holzfassaden ausgeführt.

    Bauteil A ist die logische Ergänzung aus dem Bestandsgebäude und seinem im Norden angegliederten flachen Pultdach, dessen spätere Einbauten wieder entfernt wurden. Die Maschinenhalle (Bauteil C) beherbergt Stellplätze für drei Pistenraupen, sonstige Geräte und Fahrzeuge, eine Werkstatt/Waschhalle mit Grube und Kran für die Reparatur der Geräte sowie weitere Werkstatt-, Technik- und Personalaufenthaltsräume.

    Die Schleife des Durchlaufs (Bauteil B) ist im Prinzip ein Brückenbauwerk mit hohen Nutz- und dynamischen Lasten in Form von Begrünung, Schneeauflage und sich darüber bewegender Pistenraupe. Das Pumpenhaus (Bauteil D) hat zwei Tiefgeschosse, um die umfangreichen Pumpenanlagen sowie einen 12m tiefen Wasserbehälter unterzubringen, auf dem Dach wird ein Bereich eingehaust, dahinter befinden sich die Kühltürme.