Neubau für elobau sensor technology in Leutkirch. Erweiterung des Werkes II um eine Halle mit Produktions- sowie Büroarbeitsplätzen und einem Verwaltungsbau im Energie-Plus-Standard

    Adresse:

    Oberer Auenweg 16

    88299 Leutkirch

    Auftraggeber:

    grimelo GmbH & Co. KG, Leutkirch

    Architekturpreis:

    HolzbauPlus 2020 - Preisträger in der Rubrik "Gewerbliches Bauen"

     

    Bundespreis UMWELT & BAUEN - Anerkennung, Kategorie "Nichtwohngebäude"

    Beauftragte Leistung:

    LPH 1-9 HOAI

    Projektzeiten:

    Planung ab 10/2016

    Bauzeit: BA3 09/2018 - 08/2019

    Bauzeit: BA4 07/2018 - 07/2020

    Projektgröße:

    BGF: 8.198 m² (alle Bauabschnitte)

    Energiestandard:

    Plusenergiehaus

    Projektbeteiligte:

    Landschaftsarchitektur:

    Baron Landschaftsarchitekt, Ulm

    Ingenieurbüro Ulrich, München

     

    Tragwerksplanung:

    Helber + Ruf, Ludwigsburg

     

    Gebäudetechnik:

    Ingenieurbüro Pfähler & Rühl, Lehrensteinsfeld

    Ingenieurbüro Sulzer, Vogt

     

    Energiekonzept:

    Transsolar, München

     

    Fotografie:

    Rainer Retzlaff, Niedersonthofen

    >>>> das Video zum HolzbauPlus-Preis 2020

     

    Projektbeschreibung

    Der Erweiterungsneubau des Werkes II, mit den Bauabschnitten 3 und 4, der Fa. elobau umfasst zwei Hallen mit Produktions- sowie Büroarbeitsplätzen im Energie-Plus-Standard in Holzbauweise.

     

    Architektonisches Konzept

    Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Bestandserweiterung in (bislang) zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt schließt mit einem Abstand von nur 5 m an das bestehende Gebäude an und ist mit diesem über einen Gang verbunden. An diesen quadratischen Grundriss (ca. 50 m x 50 m) schließt im Norden der zweite Bauabschnitt mit einem rechteckigen Grundriss (ca. 38 m x 74 m) an, wodurch eine für den Außenraum harmonische L-Form entsteht. 

    Insbesondere die für einen Industriebau ungewöhnliche, bis in die Dachebene hochgeführte Holzschindelfassade gibt den Baukörpern im Kontext mit den insgesamt sieben Reitern des Sheddachs eine ganz eigene Architektursprache. Die nach Norden ausgerichteten Fenster-flächen sorgen für eine gute und blendfreie Tageslichtausleuchtung, während auf den nach Süden geneigten geschlossenen Dachflächen Photovoltaik-Module die sehr gute Energiebilanz der Halle ermöglichen. Diese nehmen die oberen drei Viertel der Sheddachfläche ein. Auf dem unteren Viertel kann durch die Reflexion des Sonnenlichts auf einer hellen Folie der Tageslichteintrag nochmals gesteigert werden. 

    Das Primärtragwerk für die Produktionshallen bilden eingespannte Stahlbetonstützen im Abstand von 12,50 m in die eine bzw. 12,20 m in die andere Richtung. Auf diesen ruht das Dachtragwerk aus Fachwerkbindern in der leicht geneigten Fensterebene sowie Sparren und Zugbänder in der geneigten Dachfläche.

    Produktion und Büroarbeitsplätze sollen flexibel in der Halle untergebracht werden können. Durch ein flexibles Trennwandsystem wird der Bürobereich akustisch von den Produktions-bereichen getrennt.

     

    Energiekonzept / Nachhaltigkeit

    Es wurde ein Plusenergiehaus-Standard ausgeführt. Die PV-Anlage liefert eine Leistung von ca. 580 kWp. Weitere Energie wird durch Wärmepumpen und den Einsatz von Strom aus einer nahen Biogasanlage gewonnen. Die Beheizung / Kühlung der Halle erfolgt über eine Industriefußbodenheizung und das Lüftungsnetz. Die Lüftungsanlage erfolgt mit integrierter Wärmerückgewinnung. Es kommen keine fossilen Brennstoffe zum Einsatz.

    Durch energetische Simulationen und Berechnungen wurden bereits im Entwurf die optimalen Flächen und Ausrichtung für Gebäude, Fenster und Oberlichter sowie der Neigung der Sheddächer ermittelt. Bei Tag kann größtenteils auf künstliche Belichtung verzichtet werden.

    Ein Großteil der eingesetzten Baustoffe lässt sich recyceln oder wiederverwenden.

    Im Sinne der „Phase Nachhaltigkeit“ wurde das Vorhaben an ganzheitlichen Aspekten der Nachhaltigkeit ausgerichtet. In energetischer Sicht sollte der Plus-Energie Standard erreicht werden, bei gleichzeitig möglichst CO2-schonender Bauweise. All diese Ziele wurden erreicht, jedoch noch ohne Zertifizierung, welche bis Ende 2022 angestrebt wird. Alle Aspekte der Phase Nachhaltigkeit wurden in der Planung berücksichtigt und im Gebäude umgesetzt. Insbesondere die Aspekte der positiven Räume und der Baukultur tragen maßgeblich zum Wohlbefinden und der Identifikation der Mitarbeiter bei.

     

    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch
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    Bild zum Projekt Erweiterung Werk II, BA 3+4, Firma elobau in Leutkirch