Anstelle der drei sanierungsbedürftigen Sporthallen des Gymnasiums entsteht auf sehr knappem Grundstück zuerst die neue Dreifachsporthalle mit einem Allwetterplatz auf dem Dach, im 2. Bauabschnitt die Schulerweiterung, im 3. Abschnitt wird der Bestandsbau in Teilen saniert und umgebaut.
    Bild zum Projekt Neubau Dreifachturnhalle und Umbau und Erweiterung Anne-Frank-Gymnasium Erding
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    Adresse:

    Heilig Blut 8, 85435 Erding

    Auftraggeber:

    Landkreis Erding

    Wettbewerb:

    Zuschlag nach VgV-Verfahren, 1. Rang

    Projektzeiten:

    BA1:
    Planung: 09/2019 bis 02/2021
    Bauzeit: 03/2021 bis 08/2022

    Projektgröße:

    BA1:
    BRI: 28.748 m3
    BGF: 4.547 m2
    NRF: 2.460 m2

    Energiestandard:

    Passivhausstandard, ohne Zertifizierung

    Projektbeteiligte:

    Architektur:
    ARGE mit Stadtmüller-Burkhardt-Graf Architekten, Kaufbeuren
    F64 Architekten: BA1 LPH 2 bis 5

    Tragwerksplanung:
    Lippacher + Müller, Erding

    Haustechnik:
    Ing. Wolfgang Spiegl, München

    Elektroplanung:
    R. Wieder, Erding

    Bauphysik und EnEV:
    Hook & Partner, Landshut

    Brandschutzplanung:
    Brandschutzservice Zobel, Hallbergmoos

    In drei Bauabschnitten wird das Anne-Frank-Gymnasium erweitert und modernisiert. Städtebaulich klärt der neue Baukörper von Schulerweiterung und Sporthalle die Fassung des Pausenhofs und des Schulkomplexes zur Münchner Straße und Parkstraße. Der Schulkomplex findet hier nun einen klaren Abschluss. 

     

    Umgeben von Wohnbebauung, einer Wallfahrtskirche, einer weiteren Schule und einem historischen Landschaftspark sowie den Freisportflächen, ist eine Schulerweiterung nicht mehr ohne Abbruchmaßnahmen machbar. Im ersten Bauabschnitt soll daher anstelle einer sanierungsbedürftigen Sporthalle und des alten Allwetterplatzes die neue Dreifachsporthalle entstehen. Der Allwetterplatz wird auf dem Dach nachgewiesen. In den folgenden Bauabschnitten weichen die beiden anderen Sporthallen der Schulerweiterung, werden räumliche Umstrukturierungen im Bestand vorgenommen und die Freisportflächen saniert. Die Sporthalle dient der Schul- und Vereinsnutzung als Trainingshalle ohne Zuschauerbereich.

     

    Aufgrund der Enge des Grundstücks soll der neue Baukörper möglichst schlank und niedrig in Erscheinung treten. Im benachbarten Trakt A befinden sich an einer Abgrabung bereits Klassenräume im UG. Diese Randbedingungen und der tief liegende Gründungshorizont legen nahe, das Hallenniveau ins UG abzusenken. Sowohl Umkleide- und Nebenräume sowie die Geräteräume befinden sich unter dem Geländeniveau, nur die Sporthalle ragt heraus. Mit dem neu geschaffenen Tiefhof zwischen Sportlerzugang und Pausenhof kann die Qualität der bestehenden Klassenräume verbessert werden. Über die Umkleideräume hinweg wird der Pausenhof zur Anlieferung und als Feuerwehrzufahrt erschlossen. Als barrierefreie Erschließung, zur Erschließung des Allwetterplatzes am Dach sowie der Schulerweiterung und Landkreisbibliothek in BA2, dient ein durchgehendes Treppenhaus. An dieser Stelle verbindet nach Fertigstellung der Erweiterungsbau die Sporthalle mit den vorhandenen Schultrakten.

     

    Die als Massivbauten konzipierten Gebäude erhalten eine wärmedämmende Hülle und Fassade in Holzbauweise. Eine robuste vertikale Holzlattung beruhigt und verbindet Bereiche mit unterschiedlichsten Anforderungen wie Sporthalle, Schallschutzwand, Klassenzimmer oder Treppenhäuser. Gleichzeitig wird die Lattung als feststehender Sonnenschutz angesetzt. Besondere Anforderungen werden an das Hallendach gestellt. Leimholzbinder in engem Abstand und eine Holz-Beton-Verbunddecke dämpfen die Schwingung des Daches bzw. verhindern durch ihre sehr geringe Eigenfrequenz die Anregung bei Sportbetrieb am Allwetterplatz.