Neubau eines Geschäfts- und Bürogebäudes in der historischen Altstadt von Kempten, 1-stufiger Realsierungswettbewerb mit 6 Teilnehmern, 1. Preis und Zuschlag
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten
    Bild zum Projekt Büro- und Geschäftshaus F7, Kempten

    Adresse:

    Fischerstraße 7
    87435 Kempten

    Auftraggeber:

    Allgäuer Überlandwerk GmbH, Kempten

    Wettbewerb:

    1-stufiger Realsierungswettbewerb
    Einladungswettbewerb mit 6 Teilnehmern
    - 1. Preis, 01/2007

    Architekturpreise:

    Baupreis Allgäu 2009
    thomaswechspreis 2012

    Beauftragte Leistung:

    LPH 2-8 HOAI

    Projektzeiten:

    Planung: 01/2007 - 01/2008
    Bauzeit: 02/2008 - 04/2009

    Projektgröße:

    BRI: 7.015 m³
    BGF: 2.037 m²
    HNF: 1.600 m²

    Baukosten:

    KG 300+400:
    3 Mio € inkl. MwSt.

    Projektbeteiligte:

    Tragwerksplanung:
    Ingenieurbüro Lämmle, Wiggensbach

    HLS-Planung:
    Güttinger Ingenieure, Kempten

    Fotografie:
    Rainer Retzlaff, Niedersonthofen
    Florian Wendel, Waltenhofen

    Leitidee und Gebäudekonzept

    Die Fischerstrasse ist geprägt von einer kleinteiligen Parzellenstruktur und zusammenhängenden, geschlossenen Gebäudefluchten mit Vor- und Rücksprüngen. Das Fassadenensemble besteht aus einer Abfolge trauf- und giebelständiger Häuser verschiedenster Höhen. Das Baugrundstück war bis zum Bau der Hasenbrauerei im 19. Jahrhundert in zwei schmale Flurstücke unterteilt.
    Im neuen Baukörper werden die verschiedenen Zeitschichten in Fassade und Körnigkeit der zweiteiligen Parzellenstruktur überlagert mit den ablesbaren Erfordernissen der jetzt großflächigen Einzelhandels- und Büronutzung.
    Im Gegensatz zu einer rein rekonstruktiven Herangehensweise ist das vorgeschlagene städtebauliche Konzept von einer interpretativen, abstrakten Darstellung der historischen Bebauung bestimmt.
    Durch leichte polygonale Fassadenknickungen in der Fischerstrasse und in der Hasengasse ergibt sich eine optische Verkürzung der Großform. Das Gebäude fügt sich mit seiner Gliederung in den Duktus der historischen Altstadt ein. 
    Die Lochfassade des Gebäudes als zeitgemäße Neuinterpretation der historischen Hasenbrauereifassade wird im Sockelbereich großflächig für die Einzelhandelsnutzung geöffnet.
    Zwei eingeschnittene Glaskuben und der innen liegenden Lichthof belichten auch die von der Fassade abgewandt liegenden Bürobereiche.

     

    Materialität

    Das Geschäftshaus ist aus Stahlbeton konstruiert und außen mit Steinwolle-Lamellenplatten und einem mineralischen Putzsystem umhüllt. Die entstehenden Licht- und Schatteneffekte an den abknickenden sandfarbenen Fassaden werden durch feine Variationen von Putzoberflächen (Rillenputz 3 mm bzw. Glattputz 1 mm) unterstützt.
    Die Holzfenster mit außen überglasten Rahmenprofilen sind innen wandbündig gesetzt, um die reliefartige Wirkung der tiefen Laibungen zu erreichen. Im Gegensatz dazu zeichnen die großen Verglasungen und Schaufenster außen bündig die Hüllfläche des Gebäudes weiter. Nur das breite Schaufenster an der Fischerstraße interpretiert mit seinem Mäander die Pfeilerstruktur der Fassade.
    Eingangsbereiche und Einfahrt des PKW-Aufzuges in der Zwingerstraße sind als Sonderelement in Material und Farbgebung zusammengebunden. Von hier aus erschließt sich das lichtdurchflutete Treppenhaus mit seinen schwarz eingefärbten Sichtbetontreppen und Eichenholz-Geländern.

     

    Energie

    Die Wärmeerzeugung erfolgt mit einer Flüssiggas-Brennwertheizung, die Raumerwärmung der Büroflächen mittels Fußbodenheizung. Zur Verbesserung der Behaglichkeit kann ein Teil der Stahl-Glasfassaden beheizt werden.

     

    Veröffentlichung

    Baupreis Allgäu 2009
    architekturforum Kempten, Baupreis Allgäu 2009, Die Projekte, 2009

    Wettbewerbe Aktuell 05/2007
    Ausstellung Architektenwettbewerbe in Bayern 2000-2006, ByAK

    BDA Bayern, thomaswechspreis 2012, architekturpreis für Schwaben, Augsburg 2012

    BDA Preis Bayern 2013, Auflage 2013 

    Thal # 05
    WEITERBAUEN IN DER ALTEN STADT – EIN GESPRÄCH
    Veröffentlichung zur Veranstaltungsreihe in Thal