Neubau eines Betriebsgebäudes mit Produktionshalle und Büros für elobau sensor technology in Probstzella, Thüringen
    Bild zum Projekt Betriebsgebäude Fa. elobau in Probstzella
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    Adresse:

    Am Überlandwerk 1B
    07330 Probstzella

    Auftraggeber:

    grimelo GmbH & Co. KG, Leutkirch

    Architekturpreise:

    Deutscher Holzbaupreis 2017-
    Engere Wahl
    Architekturpreis Thüringen 2017 - Anerkennung

    Beauftragte Leistung:

    LPH 1-8 HOAI

    Projektzeiten:

    Baubeginn: 08/2015
    Fertigstellung: 11/2016
    Fertigstellung Freianlagen: 05/2017

    Projektgröße:

    BRI: 9.780 m³
    BGF: 2.140 m²

    Baukosten:

    KG 200-600
    5,17 Mio € inkl. MwSt.

    Energiestandard:

    Plusenergiehaus bei ca. 60% realer Autarkie

    Projektbeteiligte:

    Landschaftsarchitektur:
    Baron Landschaftsarchitekt, Ulm

    örtliche Bauleitung:
    in Zusammenarbeit mit Gildehaus Partner, Weimar

    Tragwerksplanung:
    Merz Kley Partner, Dornbirn

    Gebäudetechnik:
    climaconcept Werner, Spangenberg- Schnellrode

    Energiekonzept:
    Transsolar, München

    Fotografie:
    Fotodesign Peters, Amerang
    www.peters-fotodesign.com

    Der Neubau ersetzt einen älteren in der Nähe befindlichen Betriebsstandort im Thüringer Schiefergebirge. Wie auch beim vorangegangenen Bauvorhaben der Firma elobau in Leutkirch wurde ein Gebäude entwickelt, das sowohl beim Bau, als auch im Betrieb Ressourcen schont. Das Gebäude wurde als Passivhaus in Holzbauweise erstellt. Die für den Betrieb erforderliche elektrische Energie erzeugen Photovoltaikanlagen auf dem Dach und neben dem Gebäude. Der Großteil davon wird am Ort gespeichert und in Zeiten schwacher Sonneneinstralung selbst verwendet. Die restliche Energie wird CO2-neutral mit Erdwärmetauschern erzeugt. Das Baugrundstück befindet sich auf einem alten Industriestandort, das heißt, es werden durch die Maßnahme keine neuen Flächen versiegelt.

    Der Bau besteht aus einem flachen Kopfbau mit Büros, teilweise darüber befindlichen Neben- und Technikräumen und der direkt an die Büros angrenzenden Produktionshalle mit ca. 1.150 m² Fläche. Auf einer Teilfläche der Halle soll für eine präzisere Fertigung eine Zone geschaffen werden, deren Temperatur im Bereich +-1°C konstant bleibt. Die Halle kann bei Bedarf später in gleicher Bauweise um mehrere Achsen erweitert werden.

    Der Eingangsbereich orientiert sich hin zur Zufahrt und nimmt Bezug auf zum einzigen Bestandsgebäude im näheren Umfeld. Ein Baumhain besetzt den Zwischenraum und überdeckt den Mitarbeiterparkplatz. Der Hain setzt sich locker entlang des Gebäudes neben der Erschließungsstrasse fort, die zum Betriebshof am anderen Ende der Halle führt. Zwischen Eingang, Büroräumen, Personal- und Besprechungsraum befindet sich ein eingezogener Lichthof als "grünes Zimmer". 

    Die Sockelzone ist durchgehend verglast und verbindet auf diese Weise unterschiedslos und demokratisch die Büros mit der unmittelbar daneben befindlichen Produktionshalle. Die Transparenz und die gleichwertige Ausführung der Fassaden in Büro und Halle soll die Idee der Teamarbeit stärken. Über dem Sockel liegt leicht verschoben ein flächig gestaltetes geschlossenes Volumen. Dessen Fassade aus Schieferplatten nimmt Bezug auf zum Materialeinsatz der traditionellen Bauweise im Schiefergebirge. Es enthält die Technik, Umkleiden, sowie den Luftraum der Halle und bildet ein Vordach über dem Ladehof.

     

    Fassadenkonzept

    Das Fassadenkonzept knüpft an das in der Region traditionell verwendete Schiefermaterial an. Kompositorisch wird das Material eingesetzt, um die Masse der Großform des Baukörpers zu betonen und in ein spannungsvolles Verhältnis gegen das vollständig transparente Erdgeschoss zu setzen. Die traditionelle Deckungsart erfährt in dieser Anwendung eine moderne Interpretation, indem die mikrotypischen Materialeigenschaften des Schiefers sich in der monolithischen Großform des Gebäudes spiegelnd abgebildet werden. Einzelne Fassadenflächen sind leicht aus der Vertikalen geneigt und erzeugen so die dramatische Erscheinung einer Fassadenfläche, die zerklüftet und gleichsam selbstähnlich der Oberfläche der einzelnen Schieferschindel erscheint. In den Schnittstellen der geneigten Fassadenflächen wird eine - der rauen Fassadenoberfläche unterlegte - glänzende Haut sichtbar, die das Fassadenspiel überhöht und dem Passanten in unterschiedlichen Blickwinkeln überraschend offenbar wird.

     

    Veröffentlichungen

    2016: Ausgewählte Bauten - Informationsdienst Holz